AUTOR: Shara Nesu
WEBSITE: Shara Nesu's Place
ÜBERSETZUNG: liv
GENRE: Alternatives Universum, Romantik, Drama, Hurt/Comfort, Slash, Smut
FREIGABE: NC-17 / ab 18
SETTING: AU – es gibt keine Vampire, alle sind Menschen.
INHALT: Es ist der 18. Geburtstag von William, und wie so oft gerät er in Schwierigkeiten. Doch diesmal kommt ihm überraschend ein Engel zu Hilfe. Allerdings ist besagter Engel alles andere als engelsgleich, sondern ein junger Stricher mit dunkler Vergangenheit. William kann seinen Helfer nicht vergessen und beschließt Angel vor sich selbst zu retten, und vor dem Zuhälter, der nicht bereit ist sein bestes Pferd im Stall einfach so kampflos gehen zu lassen...
DANK: Vielen Dank an Rica und Michelle fürs Beta-Lesen.
WARNUNG: Vergewaltigung und Drogenmissbrauch; falls euch eines dieser Themen unangenehm ist, dann tut euch und mir einen Gefallen und lest bitte nicht weiter!

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Die Memoiren von William Montague, aka Spike


by Shara Nesu



23. März 2002
 
Letzte Nacht haben wir noch ungefähr eine Stunde lang im Bronze getanzt, bis mich meine Freunde schon fast mit Gewalt von der Tanzfläche zerrten, um mich zu fragen, was zur Hölle denn bloß passiert ist, weil ich plötzlich hier bin und mit einem anderen Kerl tanze. Ich schätze, ich habe ihnen daraufhin mit ziemlich deutlichen Worten klar gemacht, dass ich nun mit Angel zusammen bin. Für sie war diese Nachricht wohl ein kleiner… naja, um ehrlich zu sein, war es wohl ein ziemlich großer Schock für sie. Ich glaube, Buffy und Xander haben es nicht besonders gut aufgenommen, aber Willow schien sehr verständnisvoll. Sie war sehr nett zu Angel und mir. Danach gingen Angel und ich gemeinsam nach Hause, wo wir uns in meinem Bett geliebt haben. Und als Angel eingeschlafen war, schnappte ich mir meinen Laptop und begann zu schreiben.
 
 
Die Abenteuer von Angel und Spike. Eine Vampirgeschichte von William Montague.
Angelus, die Plage Europas, war wohl der böseste Vampir der jemals auf Erden wandelte...
 
 
Tja, und so fing alles an. Stundenlang saß ich einfach nur da und tippte bis meine Finger wund waren. Aber trotzdem tippte ich weiter. Ich weiß, dass ich die ganze Nacht lang nichts anderes tat, aber ich konnte einfach nicht aufhören. Ich ging völlig auf in dieser neuen Welt von Angel und Spike. Der Morgen kam und ging. Mein Onkel rief nach seinem Frühstück und Angel wurde dadurch geweckt. Noch im Halbschlaf stand er auf, um schnell etwas zuzubereiten, dann kam er wieder zurück ins Bett und schlief weiter. Mein Onkel verschwand auf die Arbeit und ich schrieb noch immer. Es muss wohl etwa gegen Mittag gewesen sein, als Angel zum zweiten Mal aufgewacht ist. Ich muss zugeben, ich habe kaum etwas davon mitbekommen, aber irgendwann konnte ich seine Blicke fühlen, die auf mir ruhten während er mich beobachtete.
 
Er liegt neben mir auf der Seite und seine großen braunen Augen nehmen jedes noch so kleine Detail aufmerksam auf. Innerhalb kürzester Zeit bin ich durch sein Starren komplett abgelenkt. Ich fühle wie mir immer heißer wird und wie es zwischen meinen Beinen langsam eng wird, da mein Penis unter seinem wachsamen Blick unweigerlich anschwillt.
 
Auch das Tippen wird irgendwie immer schwieriger, da meine Erektion die Balance des Laptops, der auf meinem Schoß liegt, so langsam aber sicher ernsthaft gefährdet. Angel muss mein Dilemma wohl bemerkt haben, denn seine Hand wandert unter die Decke und beginnt sanft mein Bein zu streicheln. Ein tiefes Seufzen kommt über meine Lippen und bei jeder seiner zarten Berührung durchläuft ein Schauer die gesamte Länge meines Körpers. Je mehr er mich streichelt, desto erregter werde ich. Plötzlich ändert sich seine Taktik und seine Hand gleitet langsam meinen Oberschenkel nach oben bis zu meiner Hüfte und jedes Mal, wenn er an meinem Schwanz vorbeikommt, wünsche ich mir, er würde ihn endlich anfassen.
 
„Fuck!“, grolle ich schließlich irgendwann, klappe den Laptop zu und schiebe ihn hastig zur Seite. Mit einer einzigen, blitzschnellen Bewegung liegt Angel unter mir und meine Lippen sind fest auf seine gepresst. Wir küssen uns leidenschaftlich, während unsere Zungen miteinander ringen. Meine Hand gleitet durch sein dichtes Haar und ich drehe seinen Kopf zur Seite, sodass ich noch tiefer in seinen Mund vorstoßen kann. In Momenten wie diesem wünsche ich mir nichts sehnlicher, als in ihm zu sein. Ich frage mich oft, wie es wohl wäre, von seinem warmen, harten Körper so fest umschlossen zu sein. Wie würde es sich wohl anfühlen, seinen Anus mit meinem Penis so weit zu dehnen und in ihn einzudringen? Wie wäre es, in ihn hineinzustoßen und ihn auf diese Weise zum Höhepunkt zu bringen?
 
Angel reißt sich plötzlich von meinem Mund los und ich versuche vergeblich, seine Lippen erneut einzufangen. „Ich will dich“, flüstert er mir mit heiserer Stimme ins Ohr. „Ich will, dass du mich nimmst, Will.“
 
Sofort ziehe ich mich ein Stück von ihm zurück. Ich drehe mich auf die Seite und sehe ihn prüfend an. „Angel, ich will dir nicht wehtun, wenn du noch nicht soweit bist. Ich weiß auch gar nicht so genau wie…“
 
„Bei mir ist alles verheilt“, versichert er mir, während er einen seiner langen Finger gegen meine Lippen presst und mich so zum Schweigen bringt. „Ich weiß, dass es für dich das erste Mal sein wird, aber ich will es so sehr. Ich sehne mich nach dir, Will.“
 
Angel drückt mich zurück aufs Bett, während er meinen Mund mit seinem verschließt. Während wir küssen, tastet er mit seiner Hand auf meinem Nachtschränkchen herum und zieht schließlich ein Kondom und Gleitgel hervor. Nach kurzem Nachdenken legt er jedoch das Kondom wieder zurück und küsst mich noch einmal.
 
„Es wird nie wieder einen anderen geben“, murmelt er, als unsere Küsse immer inniger werden. Unsere Körper reiben aneinander, und als ich seine Worte höre, habe ich das Gefühl, ich könnte gleichzeitig davon kommen und in Tränen ausbrechen. Nach einer langen Weile löst sich Angel endlich von meinen Lippen und rutscht meinen Körper entlang nach unten. Er nimmt meinen Ständer in seine große, starke Hand und benetzt ihn großzügig mit dem Gleitgel, das irgendwie nach Kräutern riecht. Ich beobachte ihn aufmerksam und versuche mir alles genau einzuprägen, obwohl ich mir noch immer nicht ganz sicher bin, was ich sagen soll. Ich hab wirklich keine Lust das Gespräch auf ein Thema zu bringen, das uns möglicherweise die Stimmung und den Augenblick verdirbt. Mein Gehirn ist noch immer halb gelähmt vor Schock, weil er offenbar tatsächlich will, dass ich ihn auf diese Weise berühre. Und das, obwohl er erst vor so kurzer Zeit Opfer einer unglaublich brutalen Vergewaltigung wurde.
 
Als Angel schließlich fertig ist, meine gesamte Länge ausreichend mit Gel zu beschmieren, setzt er sich wieder auf, benetzt seine Finger und presst sie gegen seinen Anus. Ich halte ihn auf. „Was tust du da?“
 
“Ich… äh… ich muss das tun“, murmelt er ein wenig verlegen. „Es geht dann leichter.“
 
„Darf ich das übernehmen?“, frage ich ihn, während ich ihm die Tube aus der Hand nehme. Angels Augen werden groß, und er wirkt freudig überrascht. Er dreht sich um und ich ziehe ihn nach vorne, so dass er rittlings auf meiner Brust sitzt und ich seinen Hintern direkt vor meinem Gesicht habe. Wow, er ist einfach absolut fantastisch. Seine Pobacken sind rund und muskulös, und sie fühlen sich hart an, als ich sie vorsichtig spreize. Dann werfe ich einen ersten Blick auf den Ort, an dem ich schon seit mehr als einer Woche sein möchte. Seine kleine, etwas runzlige Öffnung ist eng und fest geschlossen – tatsächlich, er ist vollkommen verheilt. Ich streiche etwas Gel auf meinen Finger und drücke ihn vorsichtig dagegen. Angel stöhnt bei meiner Berührung laut auf und presst sich mir ein wenig entgegen. Ich bin mir wirklich nicht ganz sicher, ob ich hier das Richtige tue. Ich übe einfach noch ein wenig mehr Druck aus, und schließlich gleitet mein Finger in seinen Körper.
 
„Fuck…“, stöhne ich. Dieser harte Ring aus Muskeln ist so unglaublich eng, dass er meinen Finger komplett einschließt und ich muss noch ein ganzes Stück mehr Druck ausüben, um weiter hinein zu kommen. Dann ziehe ich mich zurück und schmiere noch einmal Gel auf meine Hand, bevor ich einen weiteren Finger gegen diese unglaubliche Öffnung presse. Mit zwei Fingern in seinem Körper drehe ich meine Hand langsam, während ich vorsichtig das weiche, warme Gewebe seines Körpers abtaste. Angel scheinen meine Berührungen zu gefallen, denn er bewegt sich rhythmisch auf meinen Fingern auf und ab, während sein Kopf nach vorne sinkt und auf meinen Beinen ruht, wodurch er mir ungehinderten Zutritt zu diesem wundervollen Ort gewährt. Letztlich habe ich genug Gel aufgetragen und versuche, mit einem dritten Finger in ihn einzudringen. Wieder gibt der enge Ring aus Muskeln nach und ich fühle, wie ich von einem warmen, glatten Tunnel aus Seide eingeschlossen werde. Er verläuft schräg nach oben, also taste ich mich entlang und presse mit meinen Fingerspitzen vorsichtig dagegen.
 
„Will!“, schreit Angel, als ich den winzigen Knubbel in seinem Innern berühre. Oh ja, auch ich hatte Sexualkundeunterreicht in der Schule, und ich vermute mal, dass das hier wohl seine Prostata ist. Ich drücke nochmals dagegen und er beginnt, sich hemmungslos über mir zu winden, während er sich in einem frenetischen Rhythmus gegen meine Hand bäumt. Je mehr ich umhertaste, desto lauter und entfesselter wird sein Keuchen.
 
„Oh… Fuck!“, stöhnt er. Ich glaube, dies hier ist eine der wenigen Gelegenheiten, in denen Angel jemals solche Worte benutzt. Normalerweise hat er es auch gar nicht nötig zu fluchen, denn er kann anderen Leute jederzeit Achtung einflößen, ohne dass er erst auf einen vulgären Wortschatz zurückgreifen muss. „Stopp…“, keucht er schließlich atemlos.
 
„Hab ich irgendwas falsch gemacht?“, frage ich ihn besorgt.
 
„Oh… nein… Will“, stammelt er, während ich versuche, mit meinen Fingern tiefer zu stoßen. „Nein… wenn du nicht aufhörst… werde ich noch kommen…“
 
Also höre ich nicht auf. Ich drücke noch mehr Gel auf meine Hand und schließlich presse ich vier Finger in seine enge Öffnung. Ich will, dass er kommt, alleine davon, dass er meine Finger in sich spürt. Ich will, dass er alleine durch die Berührung meiner Hand zum Höhepunkt kommt. Ich will sehen, wie meine Finger in seinem Körper verschwinden. Er fühlt sich so anders an als eine Frau, besser auf eine Weise, die ich nicht genau erklären kann. Vielleicht ist es, weil ich ihn liebe?
 
„Willlllll!!“ Angel schreit meinen Namen, als er über mir zum Orgasmus kommt. Er bäumt sich mit durchgedrücktem Rückgrat nach oben, während seine Hüften fest nach unten auf meine Hand pressen. Sein Schwanz zuckt und sein Samen ergießt sich über meinen eigenen, knochenharten Ständer.
 
„Na, gut?“, grinse ich ihn an, als er sich umdreht. Er versucht böse zu gucken, aber seine Augen funkeln und ich kann Lust und Befriedigung darin erkennen. Mit einer einzigen, eleganten Bewegung setzt sich Angel rittlings auf mich, nimmt meinen harten Penis in die Hand. Ohne lange zu fackeln setzt er sich in einer einzigen, grazilen Bewegung darauf nieder.
 
„Na, gut?“, fragt er, während meine gesamte Länge ohne Widerstand in ihn hineingleitet.
 
„Fuck!“, schreie ich, als ich fühle wie mein Schaft von seiner warmen Öffnung eng umschlossen wird. Angel grinst und beginnt augenblicklich mit einem langsamen, aber dennoch scharfem Rhythmus. Doch schnell werden seine Bewegungen automatisch, und ich fange an mich ein wenig… naja, es sieht nicht gerade so aus, als würde es ihm sonderlich viel Spaß machen.
 
„Angel“, keuche ich, während ich versuche, seine Hüften still zu halten. „Tu das, was *dir* gefällt.“
 
Wieder sehe ich einen Moment lang diesen äußerst verblüfften Ausdruck auf Angels Gesicht, aber seine Bewegungen verändern sich. Anstelle dieser kurzen, harten Stöße, beginnt er nun, mit seinem Po langsam gegen meinen Unterleib zu pressen. Ich kann spüren, wie sich mein Ständer tiefer in ihn hineinbohrt, wie ich anschwelle und die zarte Haut in seinem Innern liebkose. Angel beginnt zu stöhnen, jedes Mal, wenn mein harter Penis gegen das seidenweiche Gewebe stößt. Seine Bewegungen werden zielstrebiger und schon bald berührt ihn mein Glied überall da, wo es ihm Vergnügen bereitet. Sein Stöhnen wird erst immer lauter, dann beginnt er zu keuchen, während er am ganzen Körper unkontrolliert zittert. Seine Haut ist schweißnass und glänzt im Tageslicht.
 
„Angel, ich liebe dich“, stöhne ich, während ich mit meinen Hüften immer wieder nach oben stoße, hinein in diesen einen, perfekten Ort. Meine Hände wandern fahrig über seine harte Brust und reiben seine hervorstehenden Brustwarzen. Unser Rhythmus verändert sich, als er beginnt, sich mit den Beinen abzustützen um sich so auf meinem Schwanz rauf und runter zu bewegen, während ich mich nach oben bäume, um ihm entgegenzukommen. Die ganze Zeit über schafft er es, seine Hüften kreisen zu lassen, sodass zusätzlich zu unseren Stößen auch noch eine unglaubliche Reibung entsteht. Es ist der Anblick des Mannes, den ich liebe, der mich letztlich zum Orgasmus bringt. Das Wissen, dass er alleine durch mich soviel Lust erfährt, der Ausdruck auf seinem Gesicht, die unglaublichen Empfindungen, die mein Schwanz in seiner engen, samtweichen und pulsierenden Öffnung erfährt, all das trägt mich letztendlich über die Klippe. Ich schreie seinen Namen als ich zum Höhepunkt komme.
 
„Annnggggeeeelllll!“ Der Klang meiner Stimme hallt von den Wänden und der Decke wider. Ich wette, dass man diesen Schrei bestimmt meilenweit hören konnte. Falls es bis dato jemanden gab, der noch immer Zweifel an meiner sexuellen Orientierung hegte, dann brauchte er wohl nur diesen Schrei hören um zu wissen, dass Angel und ich für immer zusammen gehören.
 
Ich glaube, es dauerte mehrere Stunden, bis auch nur einer von uns beiden wieder soweit war, dass er sich bewegen konnte. Ich war einfach nur glücklich, hier liegen zu dürfen, in den Armen meines Lovers, mit meinem Kopf auf seiner warmen Brust. Unsere Körper waren verschwitzt und nass, und wir rochen auch ein wenig nach Sperma, aber für nichts auf der Welt hätte ich mich in diesem Augenblick bewegen wollen.
 
„Was schreibst du da?”, fragt Angel, nach einem langen Moment des Schweigens.
 
„Einen Roman“, erkläre ich ihm.
 
„Und worüber?“
 
„Über uns.“
 
„Was?“ Angel setzt sich kerzengerade auf und er hat einen Ausdruck im Gesicht, als hätte ich ihn gerade hintergangen. „Du hast über mich geschrieben… über das, was ich getan habe?“
 
„Nein!“, versichere ich ihm, während ich sein Gesicht zwischen meine Hände nehme und ihn zärtlich küsse. „Nein, ich habe über das geschrieben, was ich für dich empfinde. Die Leute in dem Roman sind nicht wirklich, wir… naja, sie sind Vampire, daher müssen sie wohl jemand anderes sein.“
 
„Vampire?“, fragt er ein wenig verwundert.
 
Ich greife nach dem Laptop und schalte es ein. „Yeah“. Dann zeige ich Angel den Titel und er grinst. „Die Geschichte handelt von Angelus, der Plage Europas…“ Ich bemerke ein leicht irritiertes Grinsen auf seinem Gesicht.
 
„Plage?“
 
„Gefällt dir nicht?“
 
„Naja, klingt irgendwie komisch… vielleicht besser… äh… Geißel?“
 
„Die Geißel von Europa“, wiederhole ich, während ich den Klang auf meiner Zunge austeste. „Gefällt mir“, beschließe ich dann, und ändere die Worte.
 
„Es geht also um Angelus, die Geißel von Europa, den bösesten Vampir, der je auf Erden wandelte. Er wurde in einen Vampir verwandelt – ich nenne das so, wenn ein „Sire“ einen Menschen zu einem „Childe“ macht – von einer ziemlich fiesen Zicke namens Darla. Die beiden werden ein Liebespaar und beginnen, gemeinsam eine blutige Schneise aus Tod und Verderben über den gesamten Kontinent zu schlagen. Jahre später verwandelt Angelus ein junges Mädchen, Drusilla, aber bevor er sie zum Vampir macht, treibt er sie erst noch in den Wahnsinn. Diese Drusilla trifft eines Tages auf einen jungen, extrem gut aussehenden, unglaublich intelligenten…
 
„Nicht zu vergessen unglaublich eingebildeten…“, unterbricht mich Angel mit einem verschmitzten Grinsen.
 
„Pah, auf keinen Fall… Sie trifft also auf diesen jungen Mann und sie will ihn ebenfalls verwandeln. Sie beißt ihn, aber Angelus ist neidisch auf Drus guten Fang und er stiehlt ihr den Jungen vor der Nase weg, bringt ihn in sein eigenes Bett und macht ihn zu seinem Childe. Der Junge nennt sich William the Bloody, oder, so wie du und ich ihn kennen, Spike. Naja, wie es so spielt, verliebt sich dieser Spike unsterblich in seinen Sire Angelus, aber der ist ja dummerweise ein unglaublich böser, dämonischer Vampir, der nichts und niemanden auf der Welt lieben kann. Jahre später schenkt Darla Angelus ein Zigeunermädchen zum Geburtstag, das er erst schändet und dann ermordet. Die Sippe des jungen Zigeunermädchens sinnt auf Rache und sie finden einen Zauber, der Angelus seine Seele zurückgeben kann. In diesem Fall ist es wohl mehr ein Fluch, denn mit seiner neuen Seele fühlt Angelus nun all die Schuld, die er durch das Leid und den Schmerz seiner Opfer auf sich geladen hat. Es treibt ihn bis an den Rand des Wahnsinns und er kann nicht mehr länger bei seiner Vampirfamilie bleiben. Er läuft also weg. Spike, der sich dadurch verlassen und ungeliebt fühlt, sucht indessen Trost bei Dru.“
 
„Ich verlasse dich also?“, fragt Angel mit einem ziemlich verstörten und traurigen Ausdruck auf seinem Gesicht.
 
„Ich bin doch noch längst nicht fertig“, versichere ich ihm und lehne mich nach vorne, um seine vollen Lippen zu küssen. „Dieser nun beseelte Vampir – er nennt sich Angel – ist zwar verloren und verwirrt, aber trotzdem findet er irgendwann zurück zu seiner Schlampe von Sire und seiner Familie, die sich zu der Zeit gerade in China befinden. Darla hasst die Seele, aber Spike ist überglücklich, dass sein Sire und Liebhaber endlich wieder bei ihnen ist. Er verzeiht ihm und lässt ihn zurückkommen. Gemeinsam laufen sie weg, um sich ein neues Leben aufzubauen und lassen Darla und Dru alleine zurück. Über die nächsten paar hundert Jahre werden sie dann noch die verschiedensten Dämonen, Vampire, Teufel und so bekämpfen. Da wird es noch eine Menge mehr geben, Vampirjäger, Werwölfe und doofe Blondinen. Meistens wird sich jedoch alles nur darum drehen, dass Angel und Spike zusammen sind. Für immer.“
 
Ein wundervolles Lächeln beginnt auf Angels Lippen und breitet sich langsam über sein ganzes Gesicht aus. Ich küsse ihn zärtlich, bis er sich plötzlich nach hinten lehnt. „Also, wenn ich das richtig sehe, ist diese Sire und…“
 
„Sire und Childe Beziehung?“
 
„… Diese Sire und Childe Vampir-Geschichte wohl irgendwie ähnlich aufgebaut, wie eine Dom/Sub Beziehung, richtig? Ich meine, sodass der Sire üblicherweise der dominantere Part ist und so?“
 
„Yeah…“, bestätige ich seine Vermutungen, obwohl ich mir noch nicht ganz sicher bin, worauf er hinaus will.
 
„Dann wird es also meistens so sein, dass Angel derjenige ist, der Spike fickt, oder? Ich meine, ich schätze schon, dass er ihn hin und wieder auch mal ranlassen wird, aber meistens wird es wohl andersrum sein, richtig?“
 
Ah, so langsam dämmert mir, was er damit bezweckt. „Ja, Sire“, antworte ich ihm mit betont respektvoller Stimme. „Du kannst mich ficken, wann immer du willst.“
 
„Darf ich dich auch lieben?“
 
„Oh… Gott, ja Angel… bitte!” Ich schiebe den Laptop zur Seite und rutsche auf der Matratze nach unten. Angel lehnt sich über mich und presst seinen Mund auf meinen, während er mit seiner Zunge meine Lippen auseinander presst. Er drängt hinein, in einem verzweifelten Versuch, alles von mir zu berühren und genauso von mir berührt zu werden. Seine Zunge umschlingt meine und wir lassen unsere Hände gierig über den Körper des jeweils anderen wandern. Unsere Haut ist noch immer warm durch den Sex, den wir erst kurz zuvor miteinander hatten und unsere Schwänze reagieren augenblicklich auf unsere körperliche Nähe zueinander.
 
Schnell finde ich mit meiner Hand die Tube Gleitgel, die achtlos neben unserem Bett liegt, und drücke etwas davon in meine Hand. Während wir uns noch immer küssen, gleitet meine Hand nach unten zu Angels hartem Penis und ich streiche mehrmals mit der Hand der Länge nach darüber, um ihn überall mit dem Gel zu benetzen. Er stöhnt und bäumt sich mir entgegen, doch dann zieht er sich plötzlich zurück und setzt sich auf.
 
„Ich will dich auf dem Rücken. Ich will dein Gesicht dabei sehen. Bitte“, fleht er mich an. Ich sage nichts, sondern lächle nur als Antwort.
 
Ich bin mir nicht wirklich sicher, was ich jetzt tun muss, aber Angel schiebt meine Beine auseinander und kniet sich dazwischen. Er greift nach meinen Händen und mit seiner Hilfe ziehe ich meine Knie nach oben und halte sie dort fest, so dass sie an meine Brust gedrückt sind. Meine Hüften rollen nach vorne und gewähren Angel Zugang zu meinem noch immer unberührten Anus. Langsam streicht Angel über meine Oberschenkel, dann massiert er zärtlich meine etwas angespannten Pobacken. Nach einigen Minuten lockere ich mich und beginne, seine zärtlichen Berührungen zu genießen. Dann presst er einen glitschigen, kühlen Finger gegen meine Öffnung. Es ist ein merkwürdiges Gefühl und es brennt auch ein bisschen, aber das Gleitgel wird schnell warm als er vorsichtig seinen Finger immer wieder rein und raus bewegt, bis das Brennen langsam nachlässt. Allmählich beginne ich zu erkennen, wie viel Lust er mir auf diese Weise bereiten kann. Als er fühlt, dass sich meine Muskeln entspannen, dringt er mit einem weiteren Finger in mich ein.
 
Die ganze Zeit hindurch betrachte ich das engelsgleiche Gesicht von dem Mann, den ich liebe. Seine Gesichtszüge sind angespannt und konzentriert, aber so voller Zuneigung, dass mir meine Worte im Hals stecken bleiben. Ich kann nichts tun außer stöhnen, während er mich auf die intimste Weise berührt, die es gibt. Zuerst brennt es wieder ein wenig, als er seinen zweiten Finger gegen meine Öffnung presst, und mich damit noch weiter dehnt, aber diesmal verfliegt der Schmerz sehr viel schneller. Ohne dass ich es selbst merke, beginne ich damit, mich seinen Bewegungen entgegen zu bäumen. Ich genieße das Gefühl wie er in mich stößt und meinen Anus dehnt. Nie hätte ich geglaubt, dass es sich so gut anfühlen würde. Ich kann jeden Zentimeter seiner Finger spüren. Ich fühle, wie er mit seinen Fingerspitzen durch den Ring aus Muskeln presst, und wie er mich tief in meinem Innern berührt.
 
„Oooohhhh“, stöhne ich laut, was von Angel mit einem leisen Lachen quittiert wird. Sein Grinsen geht noch immer von einem Ohr bis zum anderen und ich frage mich, ob er später wohl deswegen Muskelkater haben wird. „Yeah!“, schreie ich, als Angel schließlich mit einem dritten Finger in meinen Körper eindringt, diesmal noch tiefer, so wie ich bei ihm zuvor. Ich merke, wie mir das Blut in den Schwanz schießt, der bei jeder seiner Berührungen nur noch härter wird als er ohnehin schon war. Aber ich greife nicht danach, ich will, dass ich alleine von dem komme, was er mit mir macht. Langsam beginnt Angel, mit seinen Fingern rhythmisch in mich hinein zu stoßen, jedes Mal ein klein wenig tiefer, und dann…
 
„FUCK!“, schreie ich laut als sich mein Sperma über meine Brust verteilt. Ich komme so heftig, dass einige Tropfen bis nach oben spritzten und Angels Gesicht treffen. Wow, ich glaube nicht, dass ich jemals zuvor so schnell zum Höhepunkt gekommen bin. Angel lässt sich jedoch nicht beirren und stimuliert diesen kleinen Punkt in meinem Inneren immer weiter, und sofort fühle ich, wie ich erneut hart werde. Oh yeah! Ich liebe seine Finger.
 
Als Angel schließlich seine Finger zurückzieht, beschwere ich mich zuerst lauthals, doch schnell ersetzt er sie durch etwas anderes, etwas, das sehr viel größer und dicker ist. Als Angels Ständer langsam in meine Öffnung gleitet, ist das Gefühl, so weit gedehnt zu werden, zuerst total überwältigend und ich spüre, wie mir Tränen in die Augen schießen. Wie in Zeitlupe bewegt er sich nur sehr langsam und sehr vorsichtig nach vorne, dann hält er schließlich komplett still. Ich fühle, wie er sich über mich beugt, und bemerke zum ersten Mal, dass ich meine Augen geschlossen habe.
 
“Tut es weh?”, fragt er, während er sanft meine Wangen und meine Stirn küsst.
 
„Ein bisschen“, stöhne ich.
 
„Das geht vorüber. Ich muss auch nicht weiter rein, wenn es für dich unangenehm ist.“
 
„Nein! Ich will dich ganz, ich will dich in mir spüren, Angel, jeden einzelnen Zentimeter!“ Ich ziehe ihn wieder nach unten und schlinge meine Arme um seinen starken Körper, während ich ihn gierig küsse.
 
„Will“, stöhnt er, und dann presst er wieder langsam nach vorne. Er ist so zärtlich, so vorsichtig und so liebevoll. Ich weiß nicht wie lange es dauert, aber irgendwann ist er bis zum Anschlag in mir drin. Ich kann spüren, wie seine Hoden gegen meine Pobacken pressen, und ich weiß, dass ich jetzt die gesamte Länge seines Schwanzes in mir habe. Es ist einfach das unglaublichste Gefühl, das sich je im Leben hatte. Noch nie zuvor habe ich mich je so vollkommen gefühlt wie in diesem einen Moment. Ich halte Angel in meinen Armen und zu meiner Überraschung ist sein Gesicht tränennass.
 
„Ich liebe dich so sehr, Will“, flüstert er, und seine Stimme ist voller Emotionen. „Nie wieder werde ich einen anderen begehren. Nie wieder soll mich ein anderer berühren, niemand außer dir.“
 
Ich kann keine Worte finden, um ihm darauf zu antworten. Mein Ruf, mein Wunsch, der „Big Bad“ zu sein, all das ist hier in diesem Bett plötzlich völlig bedeutungslos. Ich verliere mich selbst in diesem Mann, den ich liebe, und liege einfach nur da und lasse die Flut an Empfindungen, die er in mir weckt, auf mich wirken. Ich konzentriere mich auf seinen großen Körper, der immer und immer wieder in mich hineinstößt und meine Innereien völlig neu zu formen scheint. Es ist ein Gefühl, das mich dazu bringt, vor Lust und Leidenschaft laut zu schreien und ihn darum anzubetteln, nur noch fester, nur noch heftiger in mich hineinzupressen. Ich schluchze, als er meinen pulsierenden Schwanz in seine Hand nimmt und damit beginnt, mich mit fester Hand im Rhythmus seiner Stöße zu reiben. Ich schreie, ich bettle, ich knurre, ich heule, ich verliere mich selbst in Angel und in dem, was wir gemeinsam tun. Wir lieben uns. Denn das ist es, was hier gerade passiert. Es ist nicht poppen oder ficken oder eine schnelle Nummer schieben. Ich gehöre Angel, mit Haut und Haaren, mit allem was ich bin und er gehört mir.
 
Meine Gedanken verschwimmen, als Angel diesen Punkt in meinem Inneren trifft und ihn mit jedem seiner Stöße immer wieder aufs Neue stimuliert. Jetzt verliere ich auch den letzten Rest an Zurückhaltung, und zum zweiten Mal innerhalb einer Stunde bedecke ich Angels Hand mit meinem Sperma. Er hört jedoch nicht auf, sondern fährt damit fort in mich hineinzustoßen, während er seine Hand nach oben an seinen Mund bringt und damit beginnt, meinen warmen Samen von seinen Fingern zu lecken. Das bringt mich direkt zum zweiten Mal zum Höhepunkt, diesmal jedoch kommt kein Sperma mehr. Ich spüre wie mein Anus unkontrolliert um Angels Ständer herum pulsiert, während er sich noch immer in mir auf und ab bewegt. Dann kommt auch Angel zum Orgasmus, indem er laut meinen Namen schreit und seinen Samen in meiner schmerzenden Öffnung vergießt.
 
Danach liegen wir, noch immer leicht benebelt von den Auswirkungen unseres Höhepunktes, nebeneinander im Bett, über und über klebrig, aber vollkommen befriedigt. Unsere Körper sind dicht aneinander gepresst, unsere Hände und Lippen berühren sich zärtlich, während wir, eingelullt durch die Nähe des anderen, langsam in den Schlaf driften.
 
Ich bin so schläfrig, dass ich die lauten Fußtritte, die polternd den Flur entlanglaufen, gar nicht wirklich höre, und sicherlich bin ich nicht mehr dazu in der Lage den Knall zu registrieren, mit dem die Vordertüre ins Schloss geworfen wird.






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