AUTOR: Shara Nesu
WEBSITE: Shara Nesu's Place
ÜBERSETZUNG: liv
SERIE: "To Each Holiday There Is A Reason"
GENRE: Erotik, Romantik, PWP
FREIGABE: NC-17 / ab 18
SETTING: Spielt neun Jahre in der Zukunft; Spike hat eine Seele, aber er ist niemals im Kampf gegen den First Evil gestorben.
INHALT: Nachdem Spike seinen Sire an Weihnachten mit zwölf einfallsreichen und prickelnden Geschenken verführt hat feiern die Vampire nun gemeinsam den Beginn des neuen Jahres.
Wird ihre Beziehung diesmal unter einem besseren Stern stehen als in der Vergangenheit?
KOMMENTAR: In dieser Geschichte ist Angelus Spikes Sire. Er und Drusilla haben William gemeinsam zum Vampir gemacht.


To Each Holiday There Is A Reason

New Year's Surprise

by Shara Nesu



~~ 31. Dezember 2012 ~~


Angels Tagebuch:

Schnee. Überall um mich herum ist nichts als verfluchter Schnee. Warum um alles in der Welt habe ich mich jemals von Cordelia dazu überreden lassen den Jahreswechsel in den Bergen zu verbringen? Ich meine, ich könnte mich genau jetzt in diesem Moment in einem netten, warmen Hotel befinden. In einem Hotel mit einem gemütlichen Bett, in dem ich einen bettwarmen Körper poppe – nämlich den Körper eines gewissen gebleichten Blonden, der die gesamte Fahrt damit verbracht hat wegen seinen vereisten Zigaretten zu schmollen.

Die Reise hierher war der reinste Albtraum. Der Schnee, die Kälte, und die fortwährenden Beschwerden einer weiteren blond gebleichten Person haben mir das Leben zur Hölle gemacht. Diesmal war die Person jedoch weiblich. Wir reisten mit zwei verschiedenen Autos. Ich fuhr mit meinen Plymouth und Gunn mit seinem Kombi. Nach Erins Geburt hatte er seinen Pickup verkauft. Natürlich saß Cordelia bei uns im Wagen und das legte jeglichen Ansatz von Zärtlichkeiten zwischen Spike und mir nachhaltig auf Eis. Sie saß auf dem Beifahrersitz während Spike gemeinsam mit Liam nach hinten auf den Rücksitz verfrachtet wurde. Connor und Erin fuhren gemeinsam mit Gunn. Mein Enkelkind und mein Childe schienen eine Menge Spaß miteinander zu haben, während Cordelia damit beschäftigt war mir einen Vortrag über die Verkaufspreise der neuesten Schuhmode zu halten.

Als wir schließlich an der Hütte ankamen, die Cordelia für die Woche gemietet hatte, bemerkten wir schnell dass es dort weder eine Heizung gab, noch fließendes Wasser oder Toiletten. Gunn und Connor fuhren in die nahe gelegene Stadt um Vorräte zu kaufen während Cordelia versuchte die Hütte mit Heizöfen aufzuwärmen. Ich kümmerte mich indessen um das Wasserproblem während Spike in der benachbarten Scheune Feuerholz organisierte. Es schneite, es war klirrend kalt und alles in allem war es einfach nur grauenvoll.

Später, als die anderen endlich wieder im Haus ankamen, gelang es mir endlich die alte Wasserpumpe in Gang zu bringen. Schweigend aßen wir zu Abend und schlüpften anschließend unter einen dicken Berg aus Decken. Wir behielten all unsere Kleider an und versuchten verzweifelt ein wenig Schlaf zu bekommen.

Der nächste Tag – heute – verlief ebenfalls alles andere als reibungslos. Erneut mussten wir die Wasserpumpe ans Laufen bringen während Cordelia sich um das Frühstück kümmerte. Als ich zurückkam war Spike nirgendwo zu entdecken. Ich hatte ihn den ganzen Tag nicht zu Gesicht bekommen und nun war es schon später Nachmittag und noch immer war kein Spike in Sicht.

Ich schiebe mein Tagebuch zurück in meinen Schlafsack und greife nach meinem Ski-Anorak. Die anderen sind gerade dabei sich um das Abendbrot zu kümmern, aber da ich nicht esse brauche ich auch nicht hier zu bleiben. Leise verlasse ich die Hütte und laufe hinaus in den eisigen Schnee. Es ist schon dunkel und der Wind heult. Es gibt nur einen einzigen Ort, an dem ich mir vorstellen könnte, dass Will sich aufhält – die Scheune… aber sicherlich ist es dort nur noch kälter als im Haus. Ich stolpere hinüber und innerhalb von wenigen Sekunden verwandeln sich meine Füße in Eisklumpen. Manchmal hasse ich es wirklich ein Vampir zu sein. Zwar kann uns die Kälte nicht wirklich schaden – nun ja, ich meine, wir können keine Frostbeulen oder ähnliches bekommen – aber Kälte beeinflusst uns auf andere Weise. Die Füße schmerzen und das kalte Blut in unseren Körpern macht uns hungrig. Das Gefühl in unseren Nervenenden vermindert sich. Es ist definitiv sehr viel angenehmer sich in einem Zimmer mit Raumtemperatur aufzuhalten.

Ich ziehe das schwere Scheunentor auf und trete ein.

"Ich dachte schon du würdest niemals hierher finden," ruft mir eine Stimme aus dem hinteren Teil des Gebäudes entgegen.

Ich bewege mich auf das trübe Licht zu während ich mir einen Weg durch das alte Heu kämpfe. Im hinteren Teil des Stalls ist ein warmes Leuchten zu sehen und ich trete ein, wobei ich das hölzerne Gatter hinter mir schließe. Eine Hitzewelle überrascht mich und ich schnappe in der warmen Umgebung erstmal nach Luft. Ich kann kaum glauben was Spike getan hat. Vor mir liegt ein Bett aus Decken und Heu. Ein warmes Feuer brennt in einem alten, bauchigen Topf auf einem improvisierten Ofen und der Duft von gerösteten Kastanien liegt in der Luft.

"Was?" Ich keuche und sehe mich atemlos um. Es ist so warm hier, viel wärmer als in der Hütte.

"Du weißt schon, dass das hier jetzt schon das zweite Mal ist, dass ich auf dich warte, oder?" Es ist William, der zu mir spricht. Es ist seine sanfte Stimme, unterlegt mit einem wohlerzogenen, durch und durch englischen Akzent.

Ich habe das erste Mal nicht sofort parat, daher versuche ich in meinen Erinnerungen zu kramen. Ich denke zurück an die Zeit als ich noch Angelus war, ich erinnere mich an einen anderen Silvesterabend.

Es hat geschneit damals, genau wie jetzt, aber es war ein völlig anderer Kontinent. Es war das Land seiner Geburt.

"Du warst drei Jahre alt," murmle ich schließlich.

"Yeah, und du warst ein Bastard."

"Hey!" Ich sehe auf und erblicke mein Childe zum ersten Mal. Du lieber Himmel, er ist völlig nackt. Seine blasse, weiche Haut liegt entblößt vor mir – sie ist so weiß wie der erste Schnee. Glatt und rein im Licht des kleinen Feuers. Er lächelt und beugt sich hinüber zum Herd, wobei er mir einen ungehinderten Blick auf seine runden Pobacken gewährt.

"Wir wurden von einem Schneesturm überrascht," beginnt William zu erzählen, während er die Rostkastanien wendet. "Darla und Dru waren irgendwo anders unterwegs und wir waren ganz alleine. Wir suchten Schutz in einer Scheune – sie war ganz ähnlich wie diese hier – und ich habe ein Feuer für dich angezündet. Ich zog mich aus und dann…"

"… bin ich einfach gegangen," vollende ich seinen Satz.

William fährt damit fort die Kastanien zu wenden, wobei er meinem Blick ausweicht. Ich erinnere mich jetzt ganz genau an diesen Tag. Wir saßen in einem Schneesturm fest, mitten in der Kälte und dem Eis. Ich war damals wütend. Wütend weil ich hungrig war und auf mein Childe aufpassen musste. Wir hatten Schutz in einer Hütte gesucht und William hatte versucht das Beste daraus zu machen. Er hatte versucht mich zu verführen, aber ich hatte es nicht einmal bemerkt. Letzten Endes war ich fortgelaufen und bis zu einem nahe gelegenen Bauernhaus gerannt, wo ich die Familie, die dort wohnte, kurzerhand tötete.

"Vielleicht können wir ja heute neue Erinnerungen erschaffen," schlage ich ihm vor und werfe ihm einem vielsagenden Blick zu. Ich erkenne endlich, worum es ihm bei der ganzen Sache geht. "Dies hier ist ein neues Jahr, ein neuer Anfang." Ich greife nach oben zum Reißverschluss meiner warmen Jacke und ziehe ihn langsam herunter.

"Ich bin nicht Angel, sondern Angelus. Dies hier ist die Hütte in England und diesmal werde ich es richtig machen." Ich ziehe meine Jacke aus und lasse kurz darauf auch mein Hemd und meine Schuhe folgen.

"Ja, Sire," antwortet mein Childe. Er grinst mir vom Herd aus zu und sammelt die heißen Kastanien mit einem Stöckchen auf. Sie fallen auf ein Stück Rinde. Sie sind fertig - bereit zum Schälen und Essen.

"Komm her, Childe, und hilf mir meine nassen Kleider auszuziehen."

Er leistet meiner Anweisung Folge und seine geschmeidige Gestalt gleitet über den Boden und kniet zu meinen Füßen. Ich zittere vor Erregung und stöhne leise, als seine geschickten Finger die Ausbuchtung in meiner Hose liebkosen. Schnell fährt weiter und zieht meine Hose nach unten über meine Füße. Auf dem Weg nach unten streicht er zärtlich über meine Oberschenkel, allerdings versucht er nicht mehr. Er ist folgsam und willig, genau wie er es auch damals in dieser Nacht gewesen wäre. Ich frage mich, ob zwischen uns wohl alles anders gelaufen wäre, wäre ich damals geblieben. Wären wir vielleicht zusammen gekommen – hätten wir uns geliebt? Aber damals hatte ich keine Seele… und nun ja, er hatte genauso wenig eine. Fühlt man etwa nur dann Reue, wenn man auch eine Seele besitzt?

Als ich endlich genauso nackt bin wie er, reiche ich ihm meine Hand und helfe ihm nach oben auf die Füße. Meine Lippen finden seine und ich küsse sanft seine kühle Haut. Wäre es damals schon so gewesen wie jetzt? Hätte ich – Angelus – ihn schon damals genauso liebevoll im Arm gehalten, ihn genauso selbstlos geliebt und ihn anschließend in das weiche Heu gefickt?

"Oh scheiß darauf!" rufe ich schließlich aus und gebe den Versuch auf mich wie Angelus zu verhalten. Ich ziehe meinen Geliebten an mich und presse seine Brust fest an meine. Er stöhnt in meine Umarmung und ich beuge mich nach unten um seine schmollenden Lippen zu küssen. "Können wir noch einmal von vorne anfangen? Es ist mein guter Vorsatz fürs neue Jahr."

"Sire?" William ist verwirrt durch mein plötzliches Verlangen.

"Es ist mein guter Vorsatz fürs neue Jahr – die Vergangenheit zu vergessen und einen Neuanfang zu wagen. Du gehörst mir. Du bist mein Childe, mein William. Ich bin dein Sire, Angel, und wir beide sind eins. Es tut mir leid, dass ich all die Jahre hindurch nicht für dich da war. Aber jetzt ist alles anders, Will. Ich kann nicht so tun, als sei ich Angelus. Ich dachte ich könnte es, aber ich kann nicht. Ich will dich küssen, ich will mit dir gemeinsam essen und anschließend will ich dich ins Heu ficken. Ich will nicht darüber nachdenken müssen was Angelus an meiner Stelle getan hätte. Ich bin nicht er. Ich bin ich, und in dieser Silvesternacht möchte ich dir zeigen, was dieser neue Sire will."

Ich küsse ihn noch einmal und unsere Lippen prallen so heftig aufeinander, dass sie unter der Wucht aufplatzen.

*Ja.*

Ich kann seine Antwort durch sein Blut hören.

Ich unterbreche den Kuss und führe meinen Geliebten hinüber zum Herd. Die Hitze erwärmt meine Haut und flößt mir ein behagliches Gefühl ein. Ich lege mich auf die weichen Decken und er folgt meinem Beispiel. Seine Haut ist so weich und samtig neben mir, dass mir bei jeder noch so sanften Berührung ein Schauer über den Rücken läuft. Ich ziehe ihn auf mich und mache ihn zu einer Decke aus Fleisch und Knochen, während ich mit meinen Händen über seine seidigen Hüften streiche.

Seine schlanken Finger tasten nach vorne und heben vorsichtig eine der Kastanien auf. Die Schale ist verbrannt und blättert unter Wills festem Griff vom Kern. Im Innern ist das weiche Herz der Nuss. Er bricht sie auseinander und führt eine Hälfte zu meinem Mund. Normalerweise kann ich mich für Essen nicht wirklich begeistern, aber Essen aus seiner Hand ist mir jederzeit lieber als jedes Schweineblut der Welt. Meine Lippen schließen sich um sein Geschenk und ich sauge zärtlich an seinen Fingerspitzen. Er stöhnt. Seine Augen sind groß und er hat sie fest auf meine Lippen geheftet, während ich kaue. Ich nehme die andere Hälfte der Nuss aus seiner Hand und presse sie auf seine Lippen. Wie zarte Rosenblätter teilen sie sich für meine rauen Finger und seine warme Zunge wickelt sich um die Nuss, die ich ihm anbiete. Ich stöhne als er die Nuss samt meinem Finger in seinen Mund nimmt. Er leckt mich sauber und schluckt sie anschließend hinunter.

Dann nimmt Will eine weitere, warme Kastanie in die Hand und befreit auch sie von ihrer Schale. Gütiger Gott, er wird mich umbringen. Ich weiß nicht, ob ich in der Lage bin mich soweit zu beherrschen, dass ich eine weitere Köstlichkeit aus seinen Fingern ertragen kann.

Durch meine halb geschlossenen Augenlider beobachte ich wie William die Nuss in zwei Hälften zerbricht und sich zu mir hinüber lehnt. Ich lecke mir vor Erwartung über die Lippen und kann es kaum erwarten, dass diese Finger meinen Mund erneut berühren. Diesmal kommt er mir noch näher und gerade als ich die Köstlichkeit von ihm entgegennehmen will – steckt er sie in seinen eigenen Mund. Ich fauche leise, aber er grinst nur. Sekunden später presst er seine Lippen auf meine und lässt die heiße Süßigkeit in meinen Mund fallen. Dann zieht er sich wieder zurück und erlaubt mir zu kauen, während die andere Hälfte in seinem süßen Mund verschwindet.

Als er nach der nächsten Kastanie greift beschließe ich, dass ich nicht mehr vertragen kann!

Ich ergreife seine Arme und ziehe ihn an mich. Meine warme Zunge leckt über seine Lippen und Will lacht über meine fehlende Kontrolle und Selbstbeherrschung.

"Manche Dinge werden sich wohl nie ändern," nuschelt er in meinen Mund.

"Mein guter Vorsatz war schließlich auch einen Neuanfang zu machen, nicht all die alten, guten Sachen gleich komplett loszuwerden…" antworte ich ihm, während ich ihn leidenschaftlich küsse.

"Und deine Ungeduld ist eine gute Sache?" bringt Will unter Kichern heraus.

"Hmmm…" Ich lasse meine Hände über seine Brust streichen, fahre dann über seine schmale Taille hinunter zu seinem Rücken. Er hat so einen starken Rücken. Die Linien seiner Rippen und seines Rückgrats sind perfekt und seine Muskeln spannen und entspannen sich unter meinen zärtlichen Berührungen. Ich küsse seine Lippen und versuche jeden noch so verborgenen Winkel seines Mundes zu erforschen, während ich meine Hände noch weiter nach unten wandern lasse. Ich ergreife seine festen Pobacke und streiche über die blasse Haut, wobei ich seine winzigen Pogrübchen kitzle.

"Äh… Sire?" fragt Will und unterbricht den Kuss einen Moment lang.

"Will, halt die Klappe," antworte ich ihm nur.

Ich küsse ihn noch einmal und bringe ihn so zum Schweigen. Es ist mir egal, welche Frage er stellen wollte. Ich will ihn, jetzt. Schon wieder hat er mich verführt. Es gelingt ihm jedesmal… ich habe dieser Macht, die er über mich ausübt, nichts entgegenzusetzen. Sein Gesicht, seine Persönlichkeit, sein Körper und seine sexy Stimme. Oh yeah, und seine Zunge. Ich dringe noch tiefer in seinen Mund ein und lecke bis hinunter in seinen Hals.

Es ist noch nicht einmal eine Woche her, dass er mir zwölf Geschenke überreicht hat. Zwölf Zeichen, die mir sagen, wie sehr er mich begehrt – und dass mir all seine Liebe und sein Verlangen gehören. Sie haben mir gezeigt, dass er mein perfekter Gefährte ist. Mein Childe, mein Sklave und mein Geliebter. Ich kann kaum glauben, dass ich zehn Jahre gebraucht habe um ihn zu finden… und noch einmal mehr als hundert Jahre davor. Natürlich war er Derjenige, der mich gefunden hat, und schon damals hat er mich verführt… wie so oft.

Ich lasse mich auf William rollen und drücke ihn nach unten in die warme Decke und das Heu. Er ist so heiß! Sein Fleisch verschmilzt mit meinem und seine Wärme geht auf mich über. Er muss den ganzen Tag hier verbracht haben, dicht am Feuer. So dass er die Wärme vollständig in seinen Körper aufgenommen hat. Dieser Bastard! Ich war dort draußen, in der klirrenden Kälte, und habe immer wieder neues Wasser für Cordelia geholt. Mit einer einzigen, schnellen Bewegung drehe ich uns um, so dass er auf mir liegt. Dann gebe ich ihm einen festen Klaps auf seinen blassen Po.

"Hey!" quiekt er. Er reißt sich von meinen Lippen los und sieht mich mit verdutztem Blick an.

"Wer hat dir erlaubt zu sprechen, du Balg?" fauche ich ihn an.

Einen Moment lang kann ich einen Hauch von Besorgnis in Wills Augen erkennen. Dann lasse ich meine Finger sein Rückgrat entlang streichen, in die Spalte zwischen seinen Pobacken wo ich seine zarte Öffnung finde. Ich tauche ein in die warme Enge seines Körpers.

"Warm," flüstere ich. "Du kleiner Mistkerl, du wirst mich schon noch warm kriegen."

Er kann Humor in meinen Augen sehen und grinst. Dann erinnert sich Will an unser Spielchen. "Oh bitte, Sire, ich hab's nicht mit Absicht getan!" jammert er mit einem leisen Kichern in seiner Stimme.

Ich liebe es. Ich liebe es, wenn er sich mir unterordnet. Ich presse meinen Finger noch tiefer in seine trockene, enge Öffnung und halte ihn mit meinem anderen Arm noch fester, während er zappelt.

"Warmes Gleitmittel," keucht er, und zwinkert mit seinen Augen in Richtung des Ofens. Dort ist eine kleine Schüssel mit Pudding. Ich lache und ziehe sie herüber. Ich löse meinen Finger aus seinem Körper und tauche ihn in die gelbe, sahnige Flüssigkeit ein. Ich muss zittern als ich die Wärme fühle. Schon alleine der Gedanke daran, meinen Schwanz damit zu bedecken bringt mich fast zum Höhepunkt. Will scheint dies zu bemerken, denn er wirft meinem Ständer einen lasziven Blick zu.

"Das hier ist eine Bestrafung, Boy," erinnere ich ihn. "Mach deine hübschen Beine breit." Noch einmal lege ich meinen inzwischen glitschigen Finger auf seine enge Öffnung und presse ihn immer wieder heftig in seinen Körper hinein. Er stöhnt laut auf als sich die warme Flüssigkeit auf seiner Haut verteilt und ihn glatt und geschmeidig macht. Ich glaube nicht, dass ich jetzt auch nur noch eine Sekunde länger aushalten kann. Er ist so unglaublich, so wundervoll. Sein geschmeidiger Körper bebt über mir, seine Knie sind angespannt und sein Schwanz schwingt vor meinem Gesicht. Ich presse meinen Finger noch tiefer in ihn hinein und berühre diese besondere Stelle. Will keucht und bewegt sich noch heftiger über mir. Ich denke das sollte reichen.

Mit zitternden Fingern ergreife ich die Schüssel und schütte den Inhalt über meinen pochenden Schaft. Mein Glied ist steif und erigiert und zeigt direkt auf Wills verborgenen Eingang. Ich glaube ich werde platzen, wenn ich auch nur eine Sekunde länger warten muss. Mit starken Händen ergreife ich die Hüften meines Geliebten und ziehe ihn nach unten in meinen Schoß. Will schreit laut auf als sein Körper von meinem Schwanz geöffnet und aufgespießt wird. Mein eigenes Stöhnen verliert sich in der ungetrübten Lust, die mir sein Körper schenkt. Sein Anus umklammert meine harte und pulsierende Länge mit festem Griff während er sein Verlangen laut hinausschreit.

"Fuck! Das ist so verdammt gut, Angel!" ruft er. Seine scharfen Fingernägel vergraben sich in den Muskeln auf meiner Brust während er sich immer wieder auf meinem Schoß hebt, nur um sich sofort darauf erneut auf meine Länge hinabsinken zu lassen. Mit meinen Fingern ergreife ich seine Hüften und kontrolliere seine Bewegungen. Ich will es hart, tief und schnell. Er scheint diese Vorstellung zu teilen. Ich lasse seine Hüften los und streiche mit meinen Fingern hinauf zu seinen steifen Brustwarzen.

Bei jedem Stoß keucht William laut auf und sein Körper windet sich über mir. Seine Muskeln vibrieren und er umklammert mich. Immer wieder hält er meinen Penis mit seinem Körper fest, dann lässt er wieder los. Ich gleite heraus, ziehe mich aus ihm zurück und stoße erneut in ihn hinein. Immer und immer wieder wiederholen sich unsere Bewegungen in einem endlosen Storm aus köstlicher Folter.

"Mein Childe!" schreie ich schließlich. Ich bäume mich seinem Körper entgegen und kneife mit meinen Fingern fest in seine Brustwarzen.

"Oh Gott, Angel! Bitte, fass mich an! Oh Fuck!" Er bettelt – und es gelingt ihm so wundervoll die flehenden Stimme von William mit den scharfen Tönen von Spike zu vermischen.

Ich lache angesichts seiner atemlosen Stimme. Meine Finger gleiten nach unten zu seinem erigierten Glied. Er ist hart und glitschig von all der Samenflüssigkeit die bereits hervorgetreten ist. Er ist verzweifelt. Sein Ständer ist tiefrot und der gewölbte Kopf ist geschwollen vor Lust und Verlangen. Ich lege meine Finger um die Spitze und berühre das pulsierende Fleisch. Er stöhnt laut auf und bäumt sich meiner Hand entgegen.

"Ich habe eine wundervolle Wahl getroffen," keuche ich. "Als Dru dich fand, da war ich so eifersüchtig. Ich habe sie gezwungen dich an mich weiterzugeben, ich wollte dich. Tage vergingen, und alles was ich sah war dieser Schwanz hier. Ich wollte ihn. Ich wollte ihn mir zu Eigen machen. Und nun ist er mein… er gehört mir."

Ich lasse meine andere Hand zwischen Wills gespreizte Beine gleiten und umfasse seine Hoden. Er schreit und ich beginne seinen Schwanz mit schnellen, harten Bewegungen zu streichen. Minuten später hallt ein tiefes, heulendes Schreien durch den Raum als er zum Orgasmus kommt. Sein Sperma bedeckt meine Finger. Ich löse meine Hand von seinem Ständer und ergreife seinen Nacken. Ich ziehe ihn zu mir nach unten und locke einen weiteren unmenschlichen Schrei hervor, als ich meine Zähne in seinem Hals versenke.

"Sire!!!"

Bei diesem Schrei fülle ich seinen Körper. Welle um Welle aus Sperma fließt von mir zu ihm, bis ich schließlich nichts anderes mehr tun kann als kraftlos ins Heu zurück zu sinken. Meine Finger sind noch immer fest in seinem Haar vergraben während ich mit tiefen Schlücken sein Lebensblut aus ihm heraussauge. Ich achte jedoch darauf, dass ich nicht zuviel nehme. Schließlich muss ich mich widerstrebend dazu zwingen, meine Zähne aus seinem Fleisch zu ziehen. Ich will all das hier später noch einmal wiederholen, daher sollte er bei Kräften bleiben.

Einen Moment lang bin ich einfach nur damit zufrieden dazuliegen und Nachwirkungen unserer Liebe zu genießen, aber Will scheint andere Pläne zu haben. Er erinnert sich an den Pudding und den Schwanz, der sich noch immer da unten befindet. Er löst sich von mir und gleitet an meinem Körper hinab um sich über ein Mahl aus Samen und Pudding herzumachen. Er leckt mich, er erregt mich und er schlürft mich schließlich vollständig ab. Ich denke es macht mir absolut nichts aus die ganze Nacht einfach so hier rumzuliegen… von mir aus auch den ganzen morgigen Tag hindurch oder länger.

"Oh Scheiße!" ruft Will plötzlich laut. Wir waren gerade erst einen Moment lang zur Ruhe gekommen und hatten uns in unserer warmen Umarmung entspannt.

"Nicht bewegen," murmle ich. Ich will mich nicht bewegen, es ist viel zu gemütlich hier. Ich bin warm und satt. "Will, halt still."

"Nein! Es ist schon fast Mitternacht! Es gibt da etwas, was ich mit dir teilen will." Er springt auf und beginnt frenetisch nach seinen Kleidern zu suchen.

"Was? Warum?" frage ich ihn schmollend. Ich hatte es mir gerade so bequem gemacht. Aber plötzlich landet eine Socke mitten in meinem Gesicht und ich knurre laut.

"Zieh dich an!" drängt er mich, während er sich seine Jeans und sein Hemd überzieht.

Ich seufze und kleide mich an. Er wirft mir meine Jacke zu und den Schal, und anschließend…

"Was ist das hier?" Ich halte ein Paar feste Schuhe in meiner Hand, mit Stahlkufen an den Sohlen.

"Schlittschuhe," antwortet Will mit einem Tonfall, als ob ich ihm gerade nach dem Datum gefragt hätte. "Du bist doch sicher schonmal Schlittschuh gelaufen, oder?"

Meine Augen werden groß vor Überraschung. Plötzlich erwacht in mir eine Erinnerung an Winter- und Weihnachtstage vor langer, langer Zeit. Es ist die Erinnerung an einen Teich hinter unserem kleinen Haus in Galway. Er fror jedes Jahr im eiskalten Winterwetter zu und in diesen klirrendkalten Tagen haben wir – die Kinder aus dem Dorf – uns die Zeit damit vertrieben auf dem gefrorenen Wasser zu tanzen und zu laufen. Es war eine wundervolle Gelegenheit um sich an Mädchen heranzumachen und sie zu verführen. Man musste ihnen nur zeigen wie man richtig Schlittschuh läuft. Dann konnte man seine Arme um ihre Körper schlingen und sie aufrecht halten. Oh ja, ich wusste ganz genau wie man Schlittschuh lief.

"Hier hinter dem Haus gibt es einen kleinen See. Er ist zugefroren und sonst ist niemand in der Nähe. Die Nacht ist klar, der Mond ist voll und scheint hell…" Er holt seine Schlittschuhe hervor und bleibt vor mir stehen. Er sieht ganz genauso aus wie der Junge, den ich vor so vielen Jahren zum ersten Mal gesehen habe. Der junge Dichter William. Der Zögling Spike. Es ist merkwürdig wie sich meine Vergangenheit mit meiner Zukunft vermischt. Und es ist merkwürdig, dass mich all das mit einem Mal überhaupt nicht mehr stört. Wenn ich will, dass er bei mir bleibt, muss ich lernen meine Vergangenheit und meine Zukunft zu akzeptieren. Das ist mein guter Vorsatz – ihn zu lieben. Ganz egal wie er sich auch nennen mag.

Ich ziehe mir die Schlittschuhe über und versuche wacklig auf den schmalen Kufen das Gleichgewicht zu halten. Will lacht als merkt, wie ich mich bemühen muss zu balancieren oder einen Schritt nach vorne zu gehen. Es ist schwer auf solidem Boden zu laufen wenn man Schlittschuhe an den Füßen hat. Plötzlich kommt mir ein Gedanke.

"Wo ist der Teich?"

"Direkt hinter der Scheune, es ist nicht weit," antwortet mir William. Er streckt seine Hand aus und ich ergreife sie und stütze mich auf ihn. Er grinst, aber sagt kein Wort als ich aus der warmen Scheune nach draußen stolpere. Es sind nur wenige Schritte bis zum Teich und auf dem Eis ist es sehr viel leichter zu stehen. Die Kufen vergraben sich in der weichen, schneebedeckten Oberfläche. Ich mache einen zögerlichen Schritt nach vorne und versuche zu gleiten. Mein Bein rutscht zu weit und mein Fuß gleitet etwas zu schnell über das glitschige Eis. Wieder verliere ich das Gleichgewicht, aber dann spüre ich starke Arme, die sich um meinen Oberkörper schlingen. William lehnt sich von hinten an mich und drückt unsere Körper aneinander. Ich seufze und verschlinge meine Finger mit seinen.

"Tanzt du mit mir?" flüstert er in mein Ohr. Seine Stimme ist so weich und so unsicher. Er hat Angst, dass ich ihn zurückweise.

"Ja, mein Geliebter," antworte ich ihm.

Unsere Beine bewegen sich und gemeinsam gleiten wir über das gefrorene Wasser. Das Mondlicht glitzert und glänzt auf der glatten Oberfläche und in der Dunkelheit blitzt der gefrorene Schnee. Ich drehe mich in Wills Armen bis wir von Angesicht zu Angesicht stehen. In der Ferne kann ich den Klang von Glockenläuten hören.

"Ein frohes neues Jahr, Sire," flüstert mir William zu und sein Mund ist nur einen Hauch weit von meinem entfernt.

"Ein frohes neues Jahr, mein Childe." Unsere Lippen berühren sich und im blassen Mondlicht tanzen zwei Vampire in die Nacht hinein.


~Ende




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