AUTOR: Shara Nesu
WEBSITE: Shara Nesu's Place
ÜBERSETZUNG: liv
GENRE: Alternative Reality, Angst, Romantik, Drama, Hurt/Comfort, Sex, Sire/childe
FREIGABE: NC-17 / ab 18
SETTING: BtVS Staffel 3, in der Folge #3.08 Lover’s Walk
INHALT: Was wäre wenn... Spike anstelle des Liebeszaubers etwas anderes von Willow verlangt hätte?
SERIE: Teil von Sharas „What If“-Reihe, die auf einer Alternate Universe-Idee der Marvel Comics beruht: Was wäre passiert, wenn ein bestimmtes Ereignis in der offiziellen Timeline der Serie anders verlaufen wäre? „Second Times“ ist zwar Teil der „What If“-Serie, inhaltlich ist sie jedoch abgeschlossen und vollkommen eigenständig.
WARNUNG: Chip- und seelenloser Spike, sowie häusliche Gewalt, körperliche Züchtigung und Misshandlung eines Schutzbefohlenen. Außerdem gibt es noch die üblichen Warnungen für eine Vamp!Fic: Tod, Mord, Bloodplay, Sex und Dom/sub-Motive etc.
DANK: Vielen Dank an Indi und Stephie fürs Beta-Lesen. Diese Übersetzung ist Silverbird gewidmet, die mir mit ihrem Weihnachts-Überraschungspaket eine Riesen-Freude gemacht hat, und Indi, die mir mit ihrer Terminsetzung für den Adventskalender auf www.summer-of-indians.de endlich das nötige Feuer unterm Hintern gemacht hat.

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Second Times


by Shara Nesu



In der darauf folgenden Nacht töten wir alle Bewohner der Hauptstraße, in der nächsten die Besucher des Gottesdienstes. In dieser Nacht suchen wir auch Liams ehemalige Eltern heim. Die noch verbliebenen Dorfbewohner sind nicht in der Lage zu begreifen, was mit ihnen geschieht. Sie verstehen nicht, wer oder was die furchtbaren Morde verübt. Ist es eine Epidemie? Ist es ein Dämon? In ihrer Angst verrammeln sie die Türen mit Holzbrettern und überall stehen Kreuze umher, die böse Geister vertreiben sollen. Auch als wir beim Haus von Liams Eltern ankommen, ist sein Vater gerade genau damit beschäftigt. Der alte Mann dreht sich um und starrt seinen Sohn an. Seine Augen brennen vor Hass und seine Wangen sind zorngerötet.
 
„Ich wusste, dass du wie ein Hund zurück gekrochen kommst, wenn du erstmal herausgefunden hast, dass dich sonst keiner aufnimmt“, sagt er mit abgekämpfter Stimme zu meinem Childe. „In welchen Ärger du in der Zwischenzeit auch geraten sein magst, am besten gehst du gleich wieder dorthin zurück.“
 
„Ist das alles, was Ihr mir zu sagen habt, Vater?”, fragt ihn mein Childe mit einem dünnen Lächeln. Er spricht das Wort „Vater“ aus, als sei es etwas Ekelerregendes.
 
„Wenn du hier bist, weil du Geld willst…“, sagt er und wirft mir einen schnellen Blick zu, „ich habe nichts, was ich dir gegeben kann.“
 
„Ich bin nicht wegen deines Geldes hier.“
 
„Liam“, schreit Kathy, als sie aus dem Haus gerannt kommt und sich an seine Brust wirft. Liams Körper versteift sich eine Sekunde lang, dann jedoch schlingt er seine Arme um sie. Aufmerksam sehe ich dabei zu, wie er ihren Duft einatmet und seine Nase gegen ihren jugendlichen Hals presst. Seine Zunge schnellt hervor und leckt genüsslich über ihre glatte, zarte Haut. Liam stöhnt aus tiefster Seele und ich beobachte, wie sich seine Gesichtszüge verwandeln. Lange Reißzähne kommen hervor, die sich gegen ihre Kehle pressen. In dieser Sekunde fällt meine Entscheidung. Schnell wie der Blitz greife ich nach dem Arm meines Childes und reiße ihn zurück. Ich ziehe Kathy von ihm weg, in meine Arme, in Sicherheit.
 
Liam knurrt mich an. „Ich kann ihr Blut riechen. Es ist so süß, so jung. Kannst du es nicht hören?“
 
„Sie wird nicht angerührt, Childe“, erkläre ich ihm mit strenger Stimme. „Du musst lernen, deine Blutlust zu kontrollieren. Du liebst dieses Kind. Wenn du sie tötest, dann wirst du ihren Verlust bis in alle Ewigkeit betrauern.“ Oh ja, ich habe gelernt zu verstehen, woher ein Teil von Angelus Schmerz stammt. Er hat sie getötet, dieses Mädchen, seine eigene Schwester, damals in der anderen Realität. Er war jung und er tat es ohne Überlegung und ohne Reue. Bedauert hat er es erst hinterher, aber dann war es zu spät, um das Geschehene zu ändern. Aber jetzt habe ich den Lauf der Geschichte verändert, und ich hoffe, dass ich damit auch den Dämon verändert habe, der aus Liam werden wird.
 
Liam entspannt sich und seine Gesichtszüge werden wieder menschlich. „Ich verstehe, mein Sire“, murmelt er und sieht mich schüchtern unter gesenkten Lidern an. Oh ja, er weiß ganz genau, wie er mich wieder besänftigen kann, nachdem er meinen Zorn auf sich gezogen hat. Er wirft mir einen verführerischen Blick aus seinen dunklen Augen zu, schenkt mir ein schüchternes Lächeln und ich bin wie Wachs in seinen Händen. Es ist echt ekelerregend, wie schnell es ihm gelungen ist, mich zu durchschauen. Wie schnell er gelernt hat, genau das von mir zu bekommen, was er haben will. Aber zum Glück weiß ich selbst auch ganz genau, wie ich dasselbe bei ihm erreiche. Ein kleines Schmollen von mir genügt und er lässt seine Hosen fallen, ganz egal wo wir gerade sind.
 
Die ganze Zeit über hat Liams Vater seinen toten Sohn mit großen, runden Augen angestarrt. „Dämon… nichtswürdige Kreatur… unreines Monster…“, murmelt er. Ich kann Entsetzen in seinen Augen erkennen, angesichts dessen, was aus seinem Sohn geworden ist. „Du bist nicht mein Sohn, Liam“, schreit er. Er wirft sich auf Liam und versucht ihn mit dem Hammer anzugreifen, den er zuvor dazu benutzt hat das Kreuz über der Tür festzunageln.
 
„Liam“, schreit Kathy, um ihn zu warnen und mit einem geschickten Sprung bringt sich Liam außer Reichweite. Er rammt seinem Vater den Ellbogen in den Rücken, und dieser geht mit einem Schrei zu Boden. Ohne zu zögern verabreicht ihm Liam einen weiteren Faustschlag auf den Hinterkopf, wodurch sein Vater augenblicklich das Bewusstsein verliert. Er ist jedoch nicht tot und Liam hebt den schlaffen Körper vom Boden auf.
 
Die ganze Zeit hindurch habe ich Kathy fest in meinen Armen gehalten und nicht ein einziges Mal hat sie versucht, vor mir zu fliehen. Sie hat das neue Gesicht ihres Bruders gesehen, aber sie hat keine Angst gezeigt. Ich habe außerdem bemerkt, dass ich es echt hasse, wenn irgendwer mein Childe „Liam“ nennt. Das wird mein Name für ihn sein, nur mir allein soll es erlaubt sein, ihn so zu nennen – mit dem Namen, den ich in seinem Blut hören kann.
 
Ich lehne mich zu ihr runter. „Kathy, lade uns ein, rein zukommen“, flüstere ich ihr ins Ohr. Sie bleibt ganz ruhig, daher löse ich meinen Griff und lasse sie los. Fast erwarte ich, dass sie wegrennt, aber das tut sie nicht, was man ihr echt zugute halten muss. Sie streicht ihr Kleid glatt, dreht sich um und sieht hinüber zu Liam, der ihren Vater im Arm hält. Dann sagt sie mit deutlicher, klarer Stimme:
 
„Bitte, kommt herein, Bruder und Freund.“
 
Im Haus lässt Liam den Körper seines Vaters auf einen Stuhl in der Küche fallen. Seine Mutter kommt angerannt, alarmiert von dem ganzen Krach, und starrt ihren Sohn an. Liam verliert kein Wort. Er lässt seinen bewusstlosen Vater liegen, wo er ist und stellt sich gehorsam hinter mich. Auch seine Mutter sagt nichts, sie läuft einfach nur hinüber, an die Seite ihres Mannes. Ich kann ihr fassungsloses Entsetzen riechen und ihr Unvermögen zu begreifen, was hier vor sich geht. Sie ist eine einfache Frau, aber ich weiß, dass sie sterben muss. Nie hat sie auch nur versucht, Liam vor dem Zorn ihres Mannes zu beschützen. Kathy wiederum ist eine völlig andere Geschichte. Sie läuft hinüber und ergreift die Hand ihres Bruders. Liam scheint erschrocken, angesichts ihrer bedingungslosen Akzeptanz und rückt noch ein Stückchen näher an mich heran. Er versteht sie nicht, er kann nicht begreifen, dass sie ihn noch immer lieben kann, selbst nachdem sie in sein wahres Gesicht geblickt hat. Er kann nicht glauben, dass irgendwer ihn in diesem Augenblick noch wollen würde, nicht einmal sie. Er ist nicht mehr länger ihr Bruder, er ist jetzt ein Vampir, und mein Childe.
 
„Bist du gekommen, um mich zu holen?“, fragt Kathy ihren Bruder.
 
„Kathy!“, schreit ihre Mutter entsetzt.
 
„Sire?“, murmelt Liam. Er weiß nicht, was er tun soll. Seine Blutlust verlangt danach, sie zu töten, aber die Liebe, die er noch immer für sie in seinem Herzen trägt, hält ihn zurück.
 
„Kathy“, mit ruhiger Stimme spreche ich sie direkt an. „Ich denke, es ist das Beste, wenn du jetzt einfach in dein Zimmer gehst. Hier werden gleich Dinge passieren und ich denke es ist besser, wenn du sie nicht siehst. Hab keine Angst, dir wird nichts geschehen.“ Ich ziehe sie von Liam weg und sie befolgt meine Anweisungen.
 
Nun wende ich mich an Liam. „Du bist mein Childe, und ich sage dir, das Blut der eigenen Familie schmeckt am süßesten. Versuch’s nur!“
 
Ich sehe dabei zu, wie mein Childe seine bemerkenswerte Geschicklichkeit und seine geschmeidige Eleganz dazu einsetzt, sich auf seine ahnungslose Mutter zu stürzen. Seine starken Hände legen sich um ihren Hals, und er versenkt seine Zähne tief in ihrer Drosselvene. In großen, ausgiebigen Schlucken saugt er ihr das Leben aus den Adern und als er fertig ist, bricht er ihr mit einem schnellen, befriedigenden Knacken das Genick.
 
„Mörder!“, schreit sein Vater, der inzwischen wieder zu Bewusstsein gekommen ist. Abermals stürzt er sich auf Liam, aber mein Childe schleudert ihn mit Leichtigkeit von sich, zurück in den Stuhl. „Du bist nicht mein Sohn!“
 
“Und damit habt Ihr vollkommen Recht”, antworte ich ihm mit ruhiger Stimme. „Liam gehört jetzt zu mir. Er ist mein Childe und er ist absolut perfekt.“ Langsam lasse ich meine Hand über den breiten Brustkorb meines Childes wandern und Liam grinst mich an. Ich kann einfach nicht widerstehen, ich lehne mich nach vorne und küsse seine Lippen. Er schmeckt nach dem Blut seiner Mutter und ich gebe der Versuchung nach und lasse meine Zunge in seinen Mund gleiten, um seine Mundhöhle sauber zu lecken.
 
„Liam, was tust du da?“, jammert sein Vater, während er dabei zusehen muss, wie sein Sohn einen anderen Mann küsst.
 
Ich fauche ihn an und mein Ärger lässt meine dämonische Fratze an die Oberfläche kommen. „Ihr habt kein Recht ihn Liam zu nennen. Nie wieder will ich hören, dass dieser Name über Eure Lippen kommt, oder ich schwöre, ich werde Euch eigenhändig die Zunge herausreißen. Für Euch ist er jetzt Angelus, das Childe von Spike.“
 
„Angelus?“, flüstert Liam. Er lächelt und küsst meinen Nacken, während er seinem empörten Vater direkt in die Augen sieht. „Gefällt mir.“
 
Mit nachdenklicher Miene sieht Liam auf seinen Vater hinab, während er seine Arme um meine Taille schlingt und seinen Kopf auf meine Schulter legt. „Eigenartig – zu meinen Lebzeiten ist er mir immer größer erschienen. Jetzt ist er nur noch alt und verschrumpelt.“
 
„Liam, geh und pack die Sachen deiner Schwester zusammen“, befehle ich ihm. Er sieht mich angesichts meiner Anweisung zuerst etwas verblüfft an, dann jedoch gehorcht er. Er wirft seinem Vater einen letzten Blick zu, wobei unverhohlener Hass in seinen dunklen Augen brennt, bevor er in eines der Hinterzimmer verschwindet.
 
„Weiche von mir, gemeiner Dämon“, faucht mich Liams Vater an.
 
Ich lache nur, greife mir einen Stuhl und setzte mich hin, ihm direkt gegenüber. „So einfach werdet ihr mich nicht los“, grinse ich. „Es gibt da ein paar Dinge, die Ihr wissen solltet, bevor ihr sterbt und glaubt mir, Ihr werdet sterben, durch die Hand meines Childes.“
 
„Was hast du mit meinem Sohn angestellt?“, jammert er, ganz offensichtlich verzweifelt und entsetzt angesichts seiner eigenen Sterblichkeit.
 
„Ich? Ich habe gar nichts getan. Das wart Ihr ganz allein. Ihr habt ihn aus seinem Heim vertrieben, in die Arme des Todes… des Todes, den ich ihm geschenkt habe. Er kam freiwillig zu mir und bot mir seinen Körper und seine Seele an. Ich habe einfach nur angenommen. Und verflucht nochmal, wer würde so ein Angebot schon ablehnen? Er ist einfach nur großartig. Und er hat so viele Talente: er kann zeichnen, küssen, ficken…“ Liams Vater zittert bei meinen Worten und er weicht meinem Blick aus.
 
„Es gibt da eine Sache, von der ich will, dass Ihr sie wisst, bevor ihr sterbt.“ Ich lehne mich nach vorne und senke meine Stimme, da ich sichergehen will, dass mein Childe mich nicht hören kann. „Es war Liam schon immer bestimmt ein Vampir zu werden. Es war ihm bestimmt Angelus zu werden, die Geißel Europas. Er ist dazu bestimmt, die nächsten 150 Jahre lang zu morden und zu töten, dann soll er eine Seele bekommen und später ein Held werden, ein Kämpfer für die Mächte der Ewigkeit. Das Dumme ist nur – ich werde das nicht zulassen. Oh ja, er wird töten, er wird plündern und vergewaltigen, noch viele Jahrhunderte lang. Und Eure Tochter… sie wird dasselbe tun. Ich wollte einfach nur, dass Ihr das wisst. Wenn er Euch tötet, dann sollt Ihr wissen, dass es Eure Hand war, die dieses Monster erschaffen hat und dass er eines Tages der größte Vampir sein wird, der je einen Fuß auf diese Erde gesetzt hat. Und all das nur dank Eurer harten Arbeit. Oh, natürlich nach mir, ist klar.“
 
Tränen laufen dem alten Mann übers Gesicht. Er stöhnt, als Liam zurück ins Zimmer kommt, mit seiner Schwester im Schlepptau und ihrem Koffer in seinen Händen. Ich stehe auf, ergreife Kathys Hand und wende mich an mein Childe.
 
„Du weißt, was zu tun ist.“ Dann drehe ich mich zu Kathy um. „Kleines, geh nach draußen, zu den Pferden deines Vaters. Wir werden gleich aufbrechen.“ Kathy nickt und verlässt das Haus, wobei sie ihren Vater keines weiteren Blickes würdigt. Es ist ziemlich eindeutig, dass sie nichts für ihn übrig hat; das einzige Elternteil, das sie je kannte, war Liam.
 
Stumm lehne ich mich an die Wand und sehe dabei zu, wie Liam seinen Vater mustert. Der alte Mann weint und zittert unter seinem Blick, während ihm unentwegt Tränen über seine faltigen Wangen laufen.
 
„Herr, gewähre mir Schutz vor diesem Dämon.“
 
Liam lacht. „Lächerlich, dass mir so ein kleiner, jämmerlicher Wicht soviel Angst einflößen konnte.“
 
„Gewähre mir Schutz, ich flehe Dich an, Vater.“ Liams Vater bekreuzigt sich und in seinen Augen kann ich pure Angst erkennen. Angst um sich selbst und vielleicht auch ein wenig Schuld wegen all der Sünden, die er an Liam begangen hat. Er glaubt jedes Wort, das ich ihm erzählt habe. Er glaubt, dass Liam ihn töten wird, und er weiß, dass er derjenige war, der seinen Sohn letztlich dazu getrieben hat.
 
Seine Worte machen Liam wütend. Er lehnt sich noch ein wenig näher an seinen Vater heran und atmet den süßen Geruch von Angst und Furcht ein. In seinen schokoladenbraunen Augen kann ich einen Schimmer von Gold erkennen. „Ihr habt mir gesagt, ich sei kein Mann. Ihr habt mir gesagt, ich sei ein Nichts. Ich glaubte Euch jedes Wort. Ihr sagtet, ich würde nie etwas erreichen. Aber Ihr habt Euch getäuscht.“ Liams Gesichtszüge verwandeln sich in seine wahre Fratze, die echt verflucht sexy ist. Er knurrt den alten Mann an. „Seht Ihr, Vater? Ich habe doch etwas aus mir gemacht. Immerhin.“
 
Liam stürzt sich auf den alten Mann. Die Wucht des Aufpralls wirft beide zu Boden und der Stuhl zerbirst unter ihnen in seine Einzelteile. Er reißt die Kehle seines Vaters heraus und labt sich an dem Blut seiner Herkunft. Er schluckt und saugt und trinkt verzweifelt, wobei nicht ein einziger Tropfen Blut daneben geht, solange bis der alte Mann wahrhaftig tot ist. Aber nur um sicher zu gehen, bricht ihm Liam anschließend noch mit einer schnellen Bewegung das Genick. Er steht auf, streicht sich die Kleider glatt und starrt einen Moment lang auf die leblosen Körper seiner toten Eltern.
 
„Warum fühle ich mich so leer, Sire?“, flüstert er. Und nach einer kleinen Pause fragt er: „Habe ich ihn besiegt?“
 
„Du hast ihn getötet, aber du wirst es niemals schaffen, dass er dir Respekt zollt.“ Ich weiß nicht, was ich sagen soll, um mein verzweifeltes Childe zu trösten. Ich hab so etwas noch nie zuvor getan. Als Big Bad bekommt man nicht gerade oft die Gelegenheit jemanden zu trösten und eigentlich kümmert man sich auch nicht sonderlich um die Gefühle anderer. Aber aus irgendeinem sehr merkwürdigen Grund sind mir seine Gefühle wichtig.
 
„Na komm schon, lass uns noch die restlichen Dorfbewohner umbringen und dann machen wir uns auf den Weg. Wir müssen ein Heim für Kathy finden, in dem sie die nächsten paar Jahre verbringen kann, dann werde ich sie verwandeln.“
 
„Werden wir eine Familie sein?“, fragt er mich leise. In seiner Stimme schwingt Unsicherheit mit, aber er klingt auch merkwürdig hoffnungsvoll.
 
Nie zuvor hatte er je eine richtige Familie und um ehrlich zu sein, ich auch nicht. Zumindest keine Familie die gerne zusammen ist, die *hust* einander *hust* liebt. Ich lehne mich nach vorne und presse meine Lippen auf seine.
 
„Ja“, antworte ich ihm…
 
~*~*~*~
 
“Tut mir Leid, Spike. Es hat nicht funktioniert.” Willow schüttelt den Kopf und steht vom Boden auf.
 
Was zur Hölle geht hier vor sich? Wo zum Teufel bin ich? Ich sehe nach unten auf meine Hände. In der einen halte ich ein Säckchen mit Lavendel und in der anderen… eine zerbrochene Statue? Ich sitze in derselben alten Fabrik, wo ich auch zuvor schon mit Willow war, um den Zeitzauber zu machen. Aber ich erinnere mich deutlich daran, dass ich damals das zerbrochene Gesicht einer Puppe in der Hand hielt, nicht dieses komische Statuen-Ding. Was passiert hier mit mir?
 
„Schau, ich schätze du wirst ihm eben einfach eine Neue kaufen müssen…. Oh, ich hab ganz vergessen, dass er sie gemacht hat. Okay! Dann… Spike, geh einfach zu ihm und entschuldige dich. Ich bin sicher, dass du weißt, wie man sowas macht.“ Sie lacht ein wenig.
 
Noch immer hab ich nicht die geringste Ahnung wovon sie spricht. Ich blicke mich um und bemerke, dass das Zimmer nicht mehr so ist, wie es war, als wir mit dem Zauber angefangen haben. Da ist kein Bett und auf dem Boden liegen keine verbrannten Puppen rum. Um genau zu sein, dieses Zimmer sieht aus, als hätte es nie darin gebrannt. Ich checke meine Kleider und es sind noch dieselben, die ich auch zuvor getragen habe. Da ist kein Unterschied zu sehen. Sogar Willow sieht noch gleich aus, aber hinter mir liegt kein bewusstloser Xander auf dem Bett, der aus einer Kopfwunde blutet.
 
So langsam aber sicher werde ich echt sauer. Ich hatte eh schon beschlossen, dass ich die kleine Hexe dafür umbringen werde, dass sie meinen Zauber vermasselt hat, jetzt kann ich sie auch noch dafür umbringen, dass sie mich zurückgebracht hat. Ich wollte nicht zurückkommen! Ich springe auf und schnappe nach ihr…
 
„ARRGGG!“, schreie ich, während ich mir an meinen dröhnenden Kopf fasse. Der Schmerz wirft mich förmlich zu Boden und ich umklammere mit beiden Händen meinen pochenden Schädel. Ich schwör’s, mein Kopf fühlt sich an, als würde er jeden Moment explodieren, eine verfluchte Bombe ist gerade mitten in meinem Gehirn losgegangen. „Was zur Hölle…?“
 
„Spike, was tust du da?“ Willow hebt das Zauberbuch vom Boden auf und sammelt ihre Zutaten ein. „Hast du etwa schon wieder versucht mich zu beißen?“ Sie lacht. „Du weißt doch genau, dass du das nicht kannst. Der Chip verhindert es. Außerdem muss ich jetzt sowieso los, Oz wartet auf mich. Und was die Statue betrifft, entschuldige dich halt einfach bei Angel, okay?“ Sie schnappt sich ihre Tasche und lässt mich zurück, noch immer auf dem Boden liegend, während ich mit den Händen meinen schmerzenden Schädel umklammere.
 
Was zum Teufel ist ein Chip? Warum um alles in der Welt kann ich sie verflucht nochmal nicht beißen? Vor dem Zauber konnte ich es noch! Ich sammle mich vom Boden auf und klopfe den Staub aus meinen Kleidern. Dann hebe ich die kaputte Staute hoch und drehe sie in meinen Händen hin und her. Unten auf dem Sockel ist ein Name eingraviert – Angelus, CofS. Keine Ahnung, was das zu bedeuten hat. Aber Angelus, die Geißel Europas verbringt seine Freizeit damit Keramik herzustellen? In was für einer schrägen Dimension bin ich denn hier nur gelandet? Und was bedeutet CofS?
 
“Was zur Hölle ist nur los hier?!!”, schreie ich los. Ich halt das nicht aus. Ich…
 
„Daddy, da bist du ja.“
 
Eine weiche, weibliche Stimme ertönt hinter meinem Rücken. Ich drehe mich um und sehe dem Neuankömmling ins Gesicht. Vor mir steht eine zartgliedrige, junge Frau. Sie hat lange, dunkle Haare, große schokoladenbraune Augen, und eine perfekte, blasse Haut. Im ersten Augenblick meine ich Drusilla vor mir zu sehen, aber in Wirklichkeit sieht sie kein bisschen aus wie Dru.
 
„Kathy?“, frage ich sie, weil ich meinen Augen kaum traue. Das kann unmöglich sein, sicherlich ist sie es nicht. Diese Frau hier ist ein Vampir und sie war ungefähr zwanzig als man sie verwandelt hat. Sie ist eine atemberaubende Schönheit.
 
„Was tust du da?“, fragt sie mich mit strenger Stimme. Sie schnappt sich die Statue, die ich in meiner Hand halte, und wirft mir einen vorwurfsvollen Blick zu. „Du hast sie kaputt gemacht? Was hast du getan, etwa wieder damit gespielt? Du weißt, dass er darüber nicht gerade glücklich sein wird.“
 
„Wovon zum Teufel redest du? Würde mir vielleicht freundlicherweise irgendjemand erklären, was zur Hölle hier gerade vor sich geht?“ Ich hab den dumpfen Verdacht, dass ich gleich anfange zu heulen.
 
„Du hast versucht, Willow dazu zu bringen einen Zauber zu machen, ist es nicht so? Du weißt doch genau, dass sie mit dem ganzen Magie-Krempel gerade erst angefangen hat. Wenn sie komplexe Magie beschwört, dann werden zwangsläufig Fehler passieren. Vielleicht sogar schlimme Fehler. Was ist passiert, hat sie dir etwa versehentlich dein Gedächtnis weggezaubert?“ Kathy tritt näher an mich heran und streicht mir liebevoll übers Gesicht. Ich greife nach ihrer Hand.
 
“Schau, Liebes. Ich brauche einfach nur ein paar Antworten.”
 
„Na dann komm ich ja gerade zur rechten Zeit“, antwortet mir eine schrecklich bekannte Stimme hinter meinem Rücken.
 
„Whistler – das ist alles deine verdammte Schuld!“ Ich fahre herum und packe den kleinen Dämon vorne an seinem grässlichen Hawaiihemd.
 
„Geh nach Hause, Kathy. Spike wird gleich nachkommen.“ Kathy wirft mir noch einen besorgten Blick zu, aber letzten Endes fügt sie sich und befolgt die Anweisung des Dämons.
 
„Wo zur Hölle bin ich hier gelandet?“, schreie ich, nachdem sie weg ist.
 
„Ich denke, es wäre besser, wenn du dich etwas beruhigst, Spike.“
 
Whistler ergreift die Statue und dreht sie in seiner Hand hin und her. „Angelus versteht echt was von seinem Handwerk. Und nun zu deiner Frage – du bist genau dort gelandet, wo du hergekommen bist. Du bist in Sunnydale und das Jahr ist 1999. Du hast versucht, Willow dazu zu bringen einen Zeitzauber auszuführen und das hat deine Bewusstseinsform wohl wieder zurückgebraucht aus dem Jahr 1753. Zurück hierher. Mit der Zeit wirst du dich sicher auch dran erinnern, was in der Zwischenzeit so alles passiert ist.“
 
Häh? „Häh? Schau, ich war in Irland, im Jahr 1753. Ich habe Liam verwandelt… und dann war ich plötzlich wieder hier.“
 
„Wie ich eben sagte, ich vermute es war dieser zweite Zeitzauber, der dich wieder zurück ins Jahr 1999 gebracht hat. Dieses Jahrhundert hier ist allerdings ein klein wenig anders, als das, welches du damals zurückgelassen hast.“
 
„Aber ich habe Angelus verwandelt? Ich habe mit ihm gelebt, zweihundertfünfzig Jahre lang?“
 
„Oh ja, das hast du allerdings. Du hast all das getan. Du hast Kathy verwandelt, als sie einundzwanzig war. Sie wurde ein Mitglied eurer kleinen Familie. Du selbst gingst lange Zeit als Geißel Europas in die Annalen der Geschichte ein. Um genau zu sein, deine Schreckensherrschaft ging eigentlich erst kürzlich zu Ende.“
 
„Oh Shit! Angelus hat eine Seele bekommen!“
 
“Ehrlich gesagt, nein. Du hast das ziemlich schlau vermieden. Du hast ihn bereits 1890 hierher in die Staaten gebracht. Er hat das Zigeunermädchen nie getötet, nicht so wie beim ersten Mal. Er wurde daher auch nie mit einer Seele verflucht. Ich sag’s dir, mit diesem kleinen Kunststück, hast du die Mächte der Ewigkeit wirklich ziemlich sauer gemacht.“
 
„Aber… ich… ich verstehe nicht.“
 
„Du, Kathy und Angelus… ihr habt einen Chip eingepflanzt bekommen. In der anderen Zeitlinie wäre dir das in ein paar Jahren sowieso passiert. Aber weil du den Lauf der Geschichte ja *wieder mal* verändern musstest, haben die Mächte der Ewigkeit einfach sichergestellt, dass es diesmal ein paar Jährchen früher passiert. Eine gewisse Maggie Walsh hat einen Chip konstruiert, mit dem man das Verhalten einer Kreatur kontrollieren kann. Er verhindert, dass du Menschen verletzen kannst und ihr drei – ihr wart ihre Versuchskaninchen. Vor drei Jahren hab ich euch dann in New York aufgelesen. Ich habe euch ein neues Leben in Aussicht gestellt, ein Leben, in dem ihr Seite an Seite mit der Jägerin kämpft. Ihr habt zugestimmt und seitdem lebt ihr hier. Letzten Endes kamen die Mächte der Ewigkeit also mit einem ziemlich fetten Plus auf ihrem Konto aus der ganzen Sache raus. Jetzt haben sie drei Kämpfer für die Sache des Guten, anstatt nur einen. Tolle Sache, nicht wahr?“
 
Fuck! Das hab ich ja echt gehörig vermasselt. Aber immerhin ist Angelus niemals zu diesem Schwachmaten Angel geworden. Plötzlich stürzt eine der Erinnerungen der anderen Zeitlinie auf mich ein, und ich mir kommt der eigentliche Grund in den Sinn, weshalb ich den Zeitzauber überhaupt zum ersten Mal versucht habe.
 
„Wo ist Drusilla in dieser Zeitlinie? Wartet sie auf mich?“, frage ich ihn hoffnungsvoll.
 
„Angelus hat sie nie verwandelt. Um genau zu sein, du hast ihm niemals erlaubt, sich überhaupt irgendwelche Childer zu erschaffen. Dazu warst du immer viel zu eifersüchtig.“
 
„Was?! Aber ich liebe sie doch, oder nicht?“
 
“Ich glaube Spike, es wäre besser, wenn du jetzt einfach nach Hause gehst und dir diese Frage selbst beantwortest. Die Erinnerung an dein Leben in der neuen Zeitlinie werden sicher bald zurückkommen.“ Er wirft mir die kaputte Statue zu. „Oh, und du solltest dir echt besser eine überzeugende Erklärung einfallen lassen, wie das Ding hier zu Bruch gegangen ist.“ Er lacht und hebt den Hut zum Abschied. „Denk einfach nur immer dran, gegen die Mächte der Ewigkeit kannst du nicht gewinnen, auch dann nicht, wenn du uns so richtig die Hölle heiß machst.“ Im Gehen dreht er sich noch einmal kurz um und ruft über mir über die Schulter zu: „Ach ja, und nur so nebenbei, dein Zuhause ist jetzt die alte Villa.“
 
Ich fauche ihm noch einmal hinterher, während er geht. Verdammte Mächte, die sich ständig in das Leben meiner Childer einmischen müssen. So, wie es gerade geklungen hat, hätte ich das Spiel ja echt fast gewonnen. Fast hätte ich verhindert, dass sie ihren Kämpfer bekommen. Verfluchte Weltverbesserer, immer müssen sie sich in mein beschissenes Leben einmischen.
 
Schnell mache ich mich auf den Weg hinüber zur Villa. Ich muss mit eigenen Augen sehen, wie vermasselt diese Zeitlinie ist. Als ich in der Crawford Street ankomme, ist fast nichts mehr so, wie ich es in Erinnerung habe. Alles ist modern und gepflegt, Wände und Türen sind gestrichen und lackiert. Die Fenster sind alle geschwärzt und innendrin stehen überall schwere, alte Möbel mit gemütlichen Sesseln. Im Salon finde ich einen gigantischen Fernseher und ein mega Soundsystem und davor ein riesiges Sofa. Über der Feuerstelle am Kamin hängt ein altes Ölgemälde. Es zeigt mich. Mich – in feinen Kleidern, die nach dem 18. Jahrhundert aussehen, mit gebleichten Haaren. Ich habe so ein kleines Grinsen auf meinen Lippen. Es sieht fast so aus, als würde ich den Künstler anlächeln.
 
Ich reiße meinen Blick davon los, als ich im anderen Raum Stimmen höre. Ich öffne eine Tür und folge dem Lärm, als ich mich plötzlich mitten in einem Künstleratelier wieder finde. Überall sind Gemälde, Bilder in Öl und Wasserfarben, Bleistiftzeichnungen und Kohle, Statuen und Büsten.
 
Und dort, direkt vor einer Staffelei, steht auch mein Childe – Angelus. Er ist von der Hüfte aufwärts nackt und ich kann das berühmte Tattoo auf seinem Rücken erkennen. Sein ganzer Körper ist vollgekleckst mit Farben von dem Portrait, an dem er gerade arbeitet. Es ist ein Bild von Kathy. Sie ist so wunderschön gemalt, dass sie fast real aussieht, als ob man ihre Haut selbst fühlen könnte, wenn man es berührt. Neben Angelus sitzt meine Tochter und unterhält sich mit ihm während er sie malt. Nachdem ich beide eine ganze Weile lang angestarrt habe, bemerkt sie mich schließlich.  
 
„Ich denke, ich sollte besser gehen, Bruder“, sagt sie zu Angelus. Er dreht sich um und wirft mir einen merkwürdigen Blick zu. „Viel Glück, Daddy“, lacht sie, als sie an mir vorbeigeht. Als Kathy weg ist kann ich nichts tun, als mein Childe einfach nur anzustarren. Ich bemerke, dass er sein Haar geschnitten hat. Es ist jetzt kurz und steht nach oben, genau wie Angels. Allerdings ist er nicht Angel. Ich kann es an seiner Haltung erkennen, an der Art wie er vor mir steht und an der Lederhose, die er trägt. Aber ist er noch immer mein Liam?
 
„Ich hab die Statue gefunden, die du kaputt gemacht hast, Will“, sagt er lässig während er damit beginnt seine Pinsel zu reinigen.
 
„Es war ein Unfall.“
 
„Sie war ein Geschenk. Für Joyce, weil sie eines meiner Bilder verkauft hat.“
 
Er verkauft seine Gemälde? Wow? Angel hat das nie getan, in der anderen Zeitlinie. Hey, das muss mein inspirierender Einfluss gewesen sein. Ich frag mich, wieviel Geld er wohl dafür bekommt?
 
„Wieviel hast du dafür gekriegt?“, frage ich ihn. Reine Neugierde, ehrlich!
 
„Dreißigtausend Dollar.“
 
„Verfickte Scheiße! Wir kaufen ihr ein neues Geschenk!“ Dreißigtausend für ein *einziges* Bild? Yeah! Ich bin reich! Angelus rollt nur mit den Augen aber seine Miene wirkt geduldig.
 
“Und, willst du es vielleicht wieder gutmachen?”, fragt er mich mit einem schüchternen Grinsen, nachdem ich meinen kleinen Siegestanz beendet habe.
 
Häh? Er legt die Pinsel beiseite und kommt zu mir herüber. Ich schwör’s, ich glaube fast, ich könnte meinen eigenen Herzschlag spüren, all seine Bewegungen erinnern mich so sehr an Liam. Seine langen Arme schlingen sich um meine Taille und er reibt seinen nackten Oberkörper gegen meinen bekleideten. Dann lehnt er sich nach unten und presst einen wundervollen, süßen Kuss auf meine Lippen. Plötzlich überkommt es mich. Ich erwidere seinen Kuss, als hätte ich die letzten Jahrhunderte ohne ihn verbracht. Ich küsse ihn fieberhaft, als gäbe es nichts anderes auf der Welt. Fuck! Er beginnt an meinen Kleidern zu zerren und wir reißen sie uns gegenseitig mit verzweifelten Händen vom Leib. Meine Hände schieben seine Jeans nach unten und ich ergreife seinen harten Ständer.
 
„Will, mein Geliebter, mein Gefährte“, stöhnt er. Sein Mund findet meinen und wir küssen uns mit feuriger Leidenschaft.
 
Gefährte?! Angelus ist mein Gefährte? Verflucht, wenn das hier nicht eine echt verrückte Welt ist. „Liam“, stöhne ich in seinen Mund.
 
„Ja, nur Liam für dich, für immer Liam.“
 
Ich küsse ihn gierig und er drückt mich nach hinten, gegen eine der umherstehenden Kommoden. Hey, das fühlt sich irgendwie ziemlich vertraut an. Seine Hände streichen über meine nackte Haut und necken meinen Ständer. Er grinst, als er nach unten auf die Knie geht und ihn in seinen feuchten Mund nimmt. Er leckt und saugt mit derselben verzweifelten Intensität, die auch mich überkommt. Plötzlich jedoch bewegt er seine Hände weiter und ich kann fühlen, wie ein langer, dicker Finger gegen meine Öffnung presst. Diese zusätzliche Stimulation ist alles, was ich brauche und mein Samen ergießt sich in Liams Mund, während er ihn gierig herunterschluckt. Dann dreht er mich mit flinken Händen um die eigene Achse und presst seinen Monsterschwanz gegen meinen Anus. Ich fühle, wie ich um ihn herum reiße und wie mein Blut die Reibung lindert, während er sich komplett in meinem Körper vergräbt.
 
„Ja!“, schreie ich so laut ich kann. Nie hätte ich mir  träumen lassen, dass es sich so gut anfühlen würde. Er ist riesig und spaltet meinen Körper fast in zwei. Als er beginnt in mich hineinzustoßen, trifft er auf eine wundervolle, Glückseligkeit spendende Stelle. Bei jedem einzelnen seiner Stöße habe ich das Gefühl ich würde gleich sterben, allein durch die immense, schon fast unerträgliche Lust, die ich empfinde.
 
„Meine kleine Nutte“, knurrt Liam in mein Ohr. Er kichert, als er an meinem Hals leckt.
 
„*Meine* kleine Hure“, fauche ich zurück.
 
„Soweit ich sehen kann, bist du derjenige, der über die Kommode gebeugt ist“, antwortet er. Seine Stöße werden immer wilder und als seine Reißzähne gegen meine Kehle pressen, weiß ich, dass es nicht mehr lange dauern wird. Ein, zwei, drei weitere Stöße, und ich bin soweit. Ich schreie seinen Namen, als sich mein kühler Samen über die Holzoberfläche der Kommode ergießt. Meine inneren Muskeln zucken und ziehen sich um Liams Ständer herum zusammen, dann folgt er mir in die Ekstase. Seine Zähne durchbohren die Haut an meinem Hals. Träge leckt er das Blut weg, das hervortritt. Sein ganzer Körper fällt auf mich und drückt mich noch fester nach unten, gegen die harte Holzoberfläche. Ich schiebe ihn von mir und er gleitet aus meinem Hintern und fällt mit einem Poltern zu Boden.
 
„Schätze, jetzt bin ich dran“, lache ich, während ich Liam auf allen Vieren auf den Steinboden drücke. Ich stoße in seinen wundervollen Körper und er schreit vor Schmerz laut auf. „Meine Hure“, flüstere ich in sein Ohr. Er beginnt zu lachen und ich kann nicht anders, ich muss einfach mitlachen.
 
Stunden später, als ich durch unser ausgiebiges Liebesspiel völlig erschöpft bin, beschließe ich, dass mir diese neue Zeitlinie durchaus gefällt. Mein Gefährte kuschelt sich gegen meinen Körper und ich weiß, dass ich ihn immer geliebt habe. Ich weiß, dass ich auch meine Tochter Kathy liebe. Ja, das Leben könnte wirklich nicht besser sein. Jetzt muss ich nur noch einen Weg finden, um endlich diese verfluchten Chips loszuwerden. Ich schätze, es ist wohl an der Zeit für einen neuen Plan. Ich frag mich, ob Willow wohl Lust hätte, einen weiteren Zeit-Zauber für mich zu machen?


~Ende




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