AUTOR: Shara Nesu
WEBSITE: Shara Nesu's Place
ÜBERSETZUNG: liv
SERIE: "To Each Holiday There Is A Reason"
GENRE: Erotik, Romantik, PWP
FREIGABE: NC-17 / ab 18
SETTING: Spielt neun Jahre in der Zukunft; Spike hat eine Seele, aber er ist niemals im Kampf gegen den First Evil gestorben.
INHALT: Spike lebt seit drei Jahren bei Angel im Hotel Hyperion. Zwölf Tage vor Weihnachten bekommt Angel plötzlich ein geheimnisvolles Geschenk…
KOMMENTAR: In dieser Geschichte ist Angelus Spikes Sire. Er und Drusilla haben William gemeinsam zum Vampir gemacht.
DANK: Vielen Dank an Nelle für's Beta-Lesen.
WARNUNG: Neben Sex und prickelnder Erotik passiert nicht viel, allerdings wird im Verlauf der Story der ein oder andere Fetisch bedient. Nichts Tragisches, aber seid gewarnt.

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The Twelve Days Of Christmas

A Partridge In A Pear Tree

by Shara Nesu



~~ 13. Dezember 2012 ~~


Angels Tagebuch:

Es ist auf den Tag genau drei Jahre her, dass Spike zu mir ins Hyperion gezogen ist. Ich werde den Tag niemals vergessen, als er sich durch meine Türe geschleppt hat. Halb verhungert und schwer verletzt. Es hat eine ganze Woche gedauert bis er sich soweit erholt hatte, dass er sprechen konnte. Über diesen Tag und über Sunnydale. Darüber, wie Buffy starb und wie er bis zum Schluss an ihrer Seite gekämpft hat. Wie sie Jahre zuvor Freunde geworden waren und wie die anderen Scoobies letztendlich aus Sunnydale geflohen sind. Er sagte, er könne die Einsamkeit nicht mehr länger ertragen. Er sagte, er wolle endlich nach Hause kommen, zu der einzigen Familie die er noch hatte – zu mir.

Zuerst war ich unsicher. Monatelang lebten wir in einem spannungsgeladenen Zustand des Waffenstillstands. Ich musste mir ständig auf die Zunge beißen und meinen Zorn unterdrücken. Cordelia musste mir sogar einige Stress abbauende Massagebälle kaufen. Irgendwann kamen wir jedoch zu einer Übereinkunft. Wir blieben auf Distanz. Wir lebten im selben Haus, teilten unser Blut, aber mehr war da nicht. Nach zwei Jahren schafften wir es sogar ein normales Gespräch zu führen, ohne dass es damit endete, dass wir stritten und uns gegenseitig anbrüllten. Das hat uns beide gleichermaßen schockiert. Den Abend darauf passierte es wieder. Und auch am Abend danach.

Jetzt ist alles ganz anders. Ich weiß, dass Spike eine Seele hat, aber sie hat ihn niemals wirklich verändert. Er war immer noch genauso grob, kurznervig und hinterlistig wie zuvor. Dann, von einem Tag auf den anderen, sah ich Spikes Seele. Unter all dieser Scharade erkannte ich William. Er war es, mit dem ich mich unterhielt. Er war es, mit dem ich zusammen saß und Popcorn aß, mit dem ich mir die neuesten Blockbuster ansah oder bei dem ich mich über die mangelnde Qualität der aktuellen Bücher beklagte.

Heute hat sich jedoch plötzlich etwas verändert. Am späten Nachmittag kam ich nach unten. Ich unterhielt mich mit Cordelia und meinem Sohn, Connor. Sie sind jetzt seit fünf Jahren verheiratet und ich habe einen Enkel namens Liam. Ich habe mein Shanshu erhalten – sie sind meine Belohnung – meine Sterblichkeit. Auch Gunn war hier, zusammen mit seiner Tochter Erin. Wir haben über die alten Zeiten geredet, über den Tod von Wesley, der sein Leben lassen musste beim Versuch Wolfram & Hart von innen heraus zu zerstören. Wir sprachen liebevoll von Fred, die bei Erins Geburt verstarb. Es war ein ganz normaler Tag, bis…

… Cordelia mir ein Päckchen gab. Sie sagte es sei morgens mit der Post gekommen und an Angelus adressiert. Ich öffnete es und war überrascht als ich eine verzierte Schachtel vorfand. Es war eine Weihnachts-Schachtel. Jemand hatte mir ein Weihnachtsgeschenk geschickt. Ich hatte nicht die geringste Ahnung von wem es sein könnte. Die einzigen Leute, von denen ich Geschenke bekam, waren jetzt gerade hier bei mir. Der Deckel der Schachtel war kunstvoll verziert, mit Beeren und Stechpalmenzweigen in den Ecken. In der Mitte war das Bild eines Rebhuhns, das in einem Birnbaum saß. Vorsichtig öffnete ich die Schachtel und fand einen Zettel darin. Darauf stand:

On the first day of Christmas, my true love gave to me...

Nichts weiter. Ich legte den Zettel zur Seite und blickte in die Schachtel. Darin, auf einem roten Samtkissen, lag eine Tube Gleitgel. Geschmacksrichtung 'Weiße Schokolade'.

Nun ja, meine Familie war völlig aus dem Häuschen. Sie fragten mich wer mein geheimer Verehrer denn sei, aber ich hatte nicht die geringste Ahnung. Cordy hatte Lorne in Verdacht, aber ich glaubte nicht, dass so etwas zu ihm passen würde. Ich war noch immer völlig verwirrt angesichts dieses merkwürdigen Geschenks. Wer sollte mir so etwas schicken?

Oh verdammt!

Ich lege meinen Füller zur Seite und lehne mich zurück. Das Tagebuch selbst ist ein Geschenk von Spike. Ich hätte es wissen sollen. Er hat es mir vor genau einem Jahr geschenkt, an genau diesem Tag. Und heute kam wieder ein Geschenk.

Oh verdammt! Ich sag's nochmal.

Das Gleitgel ist von Spike.

Ich nehme das Geschenk ein weiteres Mal in die Hand und betrachte die wunderschöne Verpackung. Sie muss teuer gewesen sein – die Schachtel ist perfekt verarbeitet. Es ist ein gemaltes Bild mit goldenem Glitter auf einer mit Samt überzogenen Box. Das Gleitgel hat die Geschmacksrichtung 'Weiße Schokolade' und auch das ist verwirrend. Es ist meine Lieblingssorte. Was eigentlich niemand wissen kann, denn eigentlich sollte auch keiner wissen, dass ich mir nachts des Öfteren einen runterhole. *Alleine*.

"Du hast es also bekommen."

Es dauert einen Moment bis ich realisiere, dass tatsächlich jemand gesprochen hat. Ich drehe mich auf meinem Stuhl und blicke meinem ehemals geliebten Childe ins Gesicht. Ich sage ehemals *geliebt*, denn genau das war er auch. Wenn ich zurückblicke auf unsere gemeinsame Zeit, dann weiß ich, dass ich ihn geliebt habe. Oh, ich meine nicht Angelus, denn er hat ihn sicherlich nie geliebt. Nein, ich meine mich – Angel, die Seele. Der mit der Fähigkeit zu lieben. Ich frage mich, ob ich ihn noch immer lieben kann. Er hat sich in den letzten Jahren sehr verändert, genau wie ich selbst. Ich bin düsterer geworden, wohingegen er… er ist ins Licht getreten und er strahlt mit all seiner Schönheit direkt vor meinem Antlitz. Oh toll, ich denke damit sollte meine Frage wohl beantwortet sein.

"Ja, Will. Ich habe es bekommen… ich danke dir."

Ich drehe mich um und sehe mein Childe an. Er steht dort, halb versteckt hinter dem Türrahmen. Seine Fingerknöchel sind weiß, weil er die Türe so fest umklammert. Es ist, als ob er sich damit selbst am Fortlaufen hindern will. Seine blauen Augen sehen im schummrigen Licht des Zimmers dunkel aus, aber ich kann dennoch das Funkeln sehen, das tief in ihnen begraben ist. Sie waren schon immer so voller Leben, jetzt sind sie auch noch erfüllt mit seiner Seele.

"Na dann… werde ich wohl besser gehen…" Wills Gesicht verschwindet hinter der Türe… Halt, warte! Wann habe ich damit angefangen von ihm als 'Will' zu denken?

"William!" rufe ich, und sein Gesicht taucht wieder auf. "Warum?"

"Sire… ich… äh… kann ich reinkommen?" William – Spike – oh, wie auch immer! – schleicht um die Tür herum und bleibt offensichtlich nervös vor mir stehen.

"Bitte. Komm rein und setz dich zu mir, Childe," antworte ich lächelnd. Einen Moment lang sieht er mich sehnsüchtig an, als ob er am liebsten auf meinen Schoß springen würde. Stattdessen schleicht er sich hinüber und setzt sich auf die Tischkante meines Schreibtischs. Ich schließe mein Tagebuch und sehe nach oben in seine glänzenden Augen.

"Danke für das Geschenk, äh… Spike. Ich… äh…"

"Sire, du kannst mich William nennen," flüstert er.

"Warum?" frage ich ihn noch einmal. Ich meine damit nicht, warum ich ihn mit diesem Namen ansprechen darf. Ich meine damit, warum er mir dieses Geschenk gemacht hat und warum er mich mit diesem Blick in seinen Augen ansieht. Es ist der Blick, der in mir den Wunsch erweckt ihn in das nächste Bett zu zerren und… nein, ich sollte nicht daran denken. Ich kann nicht. Ich habe das nicht mehr getan seit…

"Ich möchte wieder dir gehören," erklärt mir Will ohne Umschweife. Er fasst über den Tisch und ergreift meine Hand. "Ich habe dich beobachtet, Sire – wie du wirklich bist. Ich will dir gehören. Du bist nicht mehr so, wie du früher warst. Du bist jetzt stärker, düsterer… du kannst das sein, was ich will."

Ich kann den letzten Teil seines Satzes kaum noch verstehen. Er hat so leise gesprochen, dass ich sogar mit meinem vampirischen Gehör Schwierigkeiten habe. Er will mich. Er will das, was ich mit ihm tun kann…

"Geh auf das Bett," befehle ich ihm. Meine Stimme ist schneidend scharf und unbeugsam.

Will zögert nur eine einzige Sekunde. Dann rutscht er vom Tisch und läuft durch das Apartment bis hin zu meinem Bett. Während er geht verteilt er seine Kleider auf dem Parkett. Ich folge ihm in dem Moment als er mit seiner schmalen Hand in seine schwarze Jeans fährt und sie nach unten schiebt, direkt über seine makellosen, marmorfarbenen Pobacken. Ich lecke mir über die Lippen und kann spüren, wie mir das Wasser im Mund zusammenläuft, bei dem Gedanken daran ihn zu schmecken. Seine Jeans fällt zu Boden und er lässt sich auf mein Bett fallen, das mit roten Seidenlaken überzogen ist. Er legt seinen atemberaubenden Körper nieder und beobachtet mich, während ich auf ihn zulaufe. Ich kann fühlen, wie meine Augen brennen und sich schon alleine durch den Anblick seiner perfekten, nackten Figur verwandeln.

Ich hatte es völlig vergessen. Wie konnte ich nur jemals den vollkommenen Körper meines Childes vergessen? Sein glatter, weißer Brustkorb und seine winzigen, rosafarbenen Brustwarzen. Die Form seiner Rippen, die hinunter zu seinem Nabel führen, hin zu dieser himmlischen Ausbuchtung in die ich stets so gerne meine Zunge gebohrt habe. Dann weiter nach unten, zu seiner atemberaubenden Männlichkeit. Sein langer, marmorfarbener Schwanz. Die starke Vorhaut, die den gewölbten, roten Kopf bedeckt. Ich will meine Zunge zwischen diese Hautschicht und seinen winzigen Schlitz pressen. Ich will jeden einzelnen Tropfen seines Verlangens auflecken während ich…

Ich eile zurück zum Schreibtisch und ergreife die Tube mit dem Gleitgel. Dann folge ich Wills Spuren und lasse meine Kleider auf seine fallen. Endlich bin auch ich nackt und trete noch einmal ans Bett, während ich sein Geschenk in meiner Hand halte. William keucht als er seine Augen über meinen Körper wandern lässt.

"Mach die Beine breit," knurre ich. Ich weiß selbst nicht was über mich gekommen ist. Meine Stimme ist grob und voller Lust. Mein Körper zittert vor Verlangen, wie ich es seit mehr als einem Jahrhundert nicht mehr verspürt habe. Nicht einmal Buffy und schon gar nicht Darla haben es jemals geschafft solche Gefühle in mir zu wecken. Meine Haut prickelt und mein Schwanz brennt… ich will ihn! Jetzt sofort!

Will keucht leise, während er seine schneeweißen Gliedmaßen von sich streckt. Ich stöhne, denn mein Verlangen wächst bei diesem Anblick bis ins Unermessliche. Seine Hoden sind fest und stramm zwischen seinen Beinen und ich kann eine Spur der seidigen Haut erkennen, die dahinter liegt. Ich kann seinen winzigen Anus sehen, der bereits zittert vor Erwartung dessen, was gleich kommen wird… und das ist auch gut so. Wenn diese Nacht vorbei ist, wird mich seine zarte Öffnung wahrscheinlich anflehen aufzuhören.

"Was willst du, Childe?" frage ich ihn und in meiner Stimme ist eine Spur Unsicherheit. Ich will ihn. Ich will ihn festhalten und ihn ficken, aber ich will ihn nicht… ich kann ihn nicht zwingen. Ich mag mich vielleicht in den letzten zehn Jahren verändert haben, weg von dem Angel, den Buffy einst kannte, aber ich habe noch immer eine Seele.

"Dich, Sire." Seine Stimme ist klar wie das Läuten einer Glocke. Sie ist voller Verlangen und Sehnsucht.

"Beweg dich nicht," befehle ich ihm und ein Grinsen zeichnet sich auf meinem Gesicht ab, während ich mich über das Bett beuge und auf das Objekt meiner Begierde zukrieche.

Sein ganzer Körper beginnt bei meinen Worten zu zittern und ich beobachte fasziniert, wie er eine Gänsehaut bekommt, vor lauter… Verlangen? Sehnsucht? Lust? Liebe? Ich bewege meinen Körper auf ihn zu, so dass ich mich über seiner liegenden Gestalt befinde. Meine Knie sind neben seinen Beinen, meine Arme neben seinen. Ich berühre nicht einen Zentimeter seiner Haut, sondern lauere nur über seiner kleineren, schmaleren Gestalt.

"Du willst, dass ich dich ficke?" knurre ich.

"Ich will nur das, was du dir wünschst," flüstert er.

Oh Gott, niemals zuvor war er je so unterwürfig. Nie! Noch nicht einmal damals, als er noch ein neu geborener Zögling war. Nie hat er sich mir jemals auf diese Art und Weise untergeordnet. Ich kann nicht verstehen warum er es tut, aber in diesem Moment ist es mir auch völlig egal. Ich will ihn. Ich will ihn schon seit drei Jahren. Seit dem Moment als er durch meine Türe kam. Ich habe es geleugnet und meine Gefühle verdrängt, aber sie waren immer da, unter der Oberfläche. Die Wahrheit? Die Wahrheit ist, dass ich ihn will, und dass er mir gehören wird.

Mit einer schnellen Bewegung, die er nicht erwartet hat, küsse ich ihn auf seine vollen, blassen Lippen. Er seufzt in meinen Mund und sein Atem ist süßer als Wein. Ich stoße fester in seinen Mund und zwinge ihn seine Lippen zu öffnen, so dass ich mit meiner Zunge in ihn eindringen kann. Ich könnte schon jetzt kommen, jetzt in dieser Sekunde. Er ist so feucht und so heiß. Seine Lippen sind wie Ambrosia und ich kann nicht genug davon bekommen. Ich stöhne in seinen Mund und kann die sanften Berührungen seiner kühlen Finger auf meiner Brust spüren. Oh ja! Berühre mich, Childe. Ich vergrabe mich tiefer in seinem kühlen Mund und meine Zunge leckt an seinem Gaumen, während sie mit seiner um die Vorherrschaft kämpft. Die schlanken Finger eines Poeten gleiten über meine Brust und suchen meine winzigen Brustwarzen, die sich zwischen seinem Finger und seinem Daumen verhärten. Oh göttliche Süße.

Er ist so geschickt. Er weiß ganz genau wie er mich berühren muss. Niemand konnte das je so gut wie er. Er war der Einzige, der mir jemals zugehört hat. Dru hat es nie interessiert und Darla wollte schon alleine aus Prinzip nicht. Aber William, er wollte es lernen. Wir kämpften und wir hassten uns, aber unsere Leidenschaft füreinander konnte niemals ausgelöscht werden. Er hat jede Berührung genau studiert. Er hat gelernt, wie mich jede seiner Zärtlichkeiten stimulieren kann und wird.

"Nimm… mich…" keucht Will zwischen meinen Küssen. Beinahe hätte ich seine flehende Bitte überhört. Ich bin viel zu sehr damit beschäftigt ihm meine Zunge in den Hals zu stecken.

"Mach mich bereit," weise ich ihn an, während ich mich widerwillig von seinem Mund losreiße.

Wills geschickte Finger zittern als ich mich nach hinten lehne und er die Tube mit dem Gel aus meiner Hand entgegen nimmt. Ich lasse mein Gewicht auf seinen Beinen ruhen, während meine Augen wachsam jede seiner Bewegungen beobachten. Sein Gesicht ist durch unsere Küsse und unsere Leidenschaft mit einer zarten Röte überzogen. Ich könnte schwören, dass er unter meinem Blick noch mehr errötet. Er senkt die Augen und blinzelt mir mit seinen langen, dunklen Wimpern zu. Ich lächle, wobei ich nur meinen linken Mundwinkel nach oben ziehe. Will schnappt noch einmal nach Luft und ein köstliches Zittern durchläuft seinen Körper. Dann öffnet er eilig die Tube.

Er drückt eine Spur der weißen Flüssigkeit auf seine Finger und greift dann vorsichtig nach meiner Erektion. Mein Schwanz ist knochenhart und an der Spitze sind schon einige Lusttropfen zu sehen. Ich sehne mich nach seiner Berührung und ich werde nicht enttäuscht. Zarte Finger, die durch die weiße Schokolade noch zusätzlich gekühlt sind, greifen nach meinem Peniskopf. Ich unterdrücke ein Zittern und versuche möglichst ruhig und kontrolliert zu bleiben während mein Liebhaber mich massiert. Seine Finger werden immer selbstsicherer, während er weiter nach unten streicht und die Flüssigkeit auf meiner Haut verteilt. Ich kann ein Stöhnen nicht unterdrücken als sich Wills Hand um die Wurzel meines Penis legt.

"Es reicht!" keuche ich. Ein tiefes Zittern läuft durch meinen Körper, ich bäume mich auf und stoße meinen Schwanz nach vorne. Aber Wills Hand ist verschwunden. Ich versuche krampfhaft meine Erregung wieder unter Kontrolle zu bringen und blicke nach unten. Wills Augen sind riesig und sie wandern über meinen gesamten Körper, wobei sie jedoch immer wieder zu meinem pochenden Ständer zurückkehren. Zurück zum Beweis, wie sehr ich ihn begehre – zurück zu meiner Männlichkeit. Ich muss bei diesem Gedanken schon beinahe laut lachen. Ist Will denn nicht auch ein Mann? Ist das der Grund, warum ich mich so sehr nach ihm sehne? Seine kantige Gestalt, seine harten Züge, sein eigener steifer Penis?

"Öffne dich für mich," knurre ich ihn an. Wo kommt nur diese Aggressivität her? Ich bin nicht zärtlich, ich verhalte mich wie Angelus, nur ohne diesen psychopatischen Touch… hoffe ich jedenfalls.

"Oh ja, Sire…" stöhnt Will während er seinen Kopf nach hinten fallen lässt. Er bringt sich unter meinen Beinen in Position und dreht sich nach vorne auf den Bauch. Er streckt mir seinen Hintern entgegen, während er seinen Kopf und seine Schultern auf dem Kissen aufstützt.

Es ist merkwürdig, dass er nicht einmal um Vorspiel bittet. Ich habe ihn bisher noch nicht berührt. Wir haben uns lediglich geküsst, aber mein Verlangen in ihm zu sein ist bereits jetzt überwältigend. Ich kann auch sein Verlangen durch unser Band fühlen, das Band, das zwischen einem Sire und seinem Childe existiert und das mit einem Mal wieder zum Leben erwacht ist.

"Öffne dich!" knurre ich.

Will ächzt als er nach hinten fasst und mit seinen starken Fingern seine Pobacken ergreift um sie auseinander zu spreizen. Ich seufze bei diesem himmlischen Anblick. Ich will für alle Ewigkeit an diesem Ort begraben sein. Ich lehne mich nach vorne und lege meinen Finger auf seine enge Öffnung. Sie pulsiert unter meiner Berührung und erzittert, als ich fester dagegen drücke.

"Warum, Will? Warum all das hier?"

"Bitte, Sire. Nimm mich einfach nur!" Will schreit – es ist das erste Mal dass er seine Stimme erhoben hat seit er in mein Zimmer gekommen ist.

Ich lasse meinen Finger noch einmal über seinen zitternden Po fahren. Ich halte einen Moment inne, dann dringe ich damit in seine enge Öffnung ein. "Ich werde dich nehmen, Will, aber nur wenn du mir sagst warum." Ich habe meine Stimme gut unter Kontrolle und verberge mein tief verwurzeltes Verlangen.

"Sire!" Will wimmert als ich mit meinem sanften Streicheln fortfahre. Ich halte inne um in ihn einzudringen, dann ziehe ich mich wieder zurück. "Bitte Sire, ich fühle mich so leer. Ich habe versucht damit zu leben… ich habe es wirklich versucht. Aber ich bin leer. Ich kann nicht…"

Endlich verstehe ich. Er spricht über seine Seele. Der Junge, Will, den Dru und ich verwandelt haben, er lebt jetzt seit zehn Jahren damit. Ich hatte geglaubt, dass er sehr gut damit zurecht käme. Vielleicht, weil er sich so verhielt wie ich. Als ich meine Seele erhielt versuchte auch ich zurück zu gehen, zu meiner Vampir-Familie. Ich hatte versucht wieder der zu werden, der ich einst war. Der Angelus, der ohne Reue und Bedenken töten konnte, der über den Schmerz anderer Leute nur lachte. Ich konnte aber nicht mehr so sein, und nach einiger Zeit verlor ich mich selbst vor lauter Verzweiflung. Ich war einsam und leer.

"Ich habe es versteckt, Sire. Ich habe so getan, als ob ich der Dämon sei. Ich habe mich Spike genannt und dachte es wäre genug."

Ich kann ein leises Schluchzen hören während ein Zittern durch seinen Körper läuft, die gesamte Länge entlang… bis hinein in meinen Körper.

"Du gehörst mir," erkläre ich. "Du bist mein Childe, Will."

Ihm entweicht ein tiefer Schluchzer und ich stoße nach vorne. Innerhalb einer Sekunde bin ich im Körper meines Childes begraben, während seine engen Muskeln um mich herum pulsieren und versuchen, sich an meine Größe anzupassen. Er keucht und zappelt mit dem Hintern.

"Mehr," knurre ich, als ich fühle wie die zarte Haut in seiner Öffnung meinen Ständer massiert und seine fleischigen Pobacken gegen meine krausen Haare pressen. Ganz plötzlich verliere ich die Kontrolle über mich. Ich lehne mich nach vorne und ergreife mit meinen starken Fingern seinen Hals. Dann stoße ihn grob mit dem Gesicht voran in die Kissen. Er würgt und zappelt noch mehr, aber als ich selbst dann meinen Griff nicht lockere wird er zunehmend ruhiger. Meine Stöße werden heftiger und sein Körper bäumt sich meinen Bewegungen entgegen.

Er will es. Er will, dass ich ihn nehme. Dass ich ihn besitze. Dass ich ihn kontrolliere. Das wirklich Merkwürdige daran ist allerdings, dass auch ich es will. Ich bin bereit all das zu tun. Ich nehme einen tiefen, menschlichen Atemzug und beginne einen heftigen, unnachgiebigen Rhythmus. Meine Hand liegt mit eisernem Griff in seinem Nacken und hält ihn ruhig, während ich wie besessen in seine zarte Öffnung stoße.

Ich kann nicht sagen wie lange ich einfach nur in ihn hineinhämmere. Mein Körper beginnt durch mein zunehmendes Verlangen zu zittern und ich kann fühlen, wie sich mein Orgasmus aufbaut. Ich halte mich zurück so lange ich kann. Durch jeden heftigen Stoß in Wills Körper versuche ich ihm zu sagen, wie sehr ich ihn will. Er ist brav. Irgendwann zwischendurch ergreift er seinen eigenen Schwanz mit fester Hand um so seinen eigenen Höhepunkt zu verhindern. Er kennt die Regeln – ich komme immer zuerst.

Zum allerersten Mal lockere ich meinen Griff um seinen Hals und erlaube ihm seinen Kopf vom Kissen zu erheben. "Ich will, dass du bettelst," knurre ich ihn an.

"Komm… oh Shit… bitte Sire… komm in mir…"

"Du machst das wirklich gut, du kleine Hure," antworte ich ihm.

"Ja, Fuck, ja!" schreit er und presst seinen Körper nur noch mit zusätzlicher Kraft nach hinten gegen meinen.

Mit einem letzten, heftigen Stoß bohre ich mich in seinen Körper und kann fühlen, wie die zarte Haut in seiner Öffnung unter meiner Attacke reißt. Sein Körper ist weiter geöffnet, als ich es jemals für möglich gehalten hätte und ich glaube sowohl mein Schwanz, als auch meine Hoden gleiten in ihn hinein. Ich rufe seinen Namen während ich komme. Den Namen der Seele, die ich gerade ficke.

"WILLIAM!"

"ANGEL!" schreit er unter mir, und ich kann den Geruch seines plötzlichen Höhepunktes riechen.

Ich bin überrascht, dass er diesen Namen gewählt hat, aber ich bin froh darüber. Es war nicht Angelus, der ihn genommen hat, sondern ich – der Vampir und die Seele, die sich in einem Wesen vereinigt haben – Angel. *Ich* will ihn und *er* - Will – will mich.
Mit einem Lächeln im Gesicht lasse ich mich auf das Bett fallen. Meine Augen sind geschlossen und ich bin völlig erschöpft. Ich kann fühlen, wie das Bett neben mir vibriert als sich Will bewegt, und ich strecke meinen Arm aus. Nach einem kurzen zögerlichen Moment kommt er in meine Umarmung. Er legt seinen Kopf auf meine Brust und ich kann hören, wie er leise seufzt. Ich öffne kurz meine Augen um auf die Uhr zu sehen. Ich muss kichern, als ich sehe wie spät es ist.

"Du konntest schon früher immer stundenlang vögeln," murmelt Will verschlafen.

"Schlaf jetzt, Childe, du bist endlich zu Hause," flüstere ich und ziehe ihn noch fester an meine Brust.


~Ende von Tag 1


Nächster Teil




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